1. Bundesliga 17/18
| 09.17 Uhr

Trainer von Borussia Dortmund
Tuchel will bleiben und wird von Schmelzer kritisiert

So jubelt der BVB
So jubelt der BVB FOTO: afp
Thomas Tuchel hat das Kapitel Borussia Dortmund noch nicht abgeschlossen. "Auf jeden Fall sehe ich eine Chance", sagte der BVB-Trainer nach dem 2:1 (1:0)-Sieg im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt in der ARD über seine Zukunft beim Bundesligisten.

"Ich möchte den Vertrag auf jeden Fall erfüllen, wenn das geht. Aber wir werden abwarten müssen." Es deutet allerdings alles darauf hin, dass sich der BVB und Tuchel nach der zweiten Saison ihres Dreijahresvertrages trennen. Das Zerwürfnis mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke scheint nicht zu kitten. Dortmund soll längst bei Lucien Favre, ehemals Borussia Mönchengladbach, von OGC Nizza als Tuchel-Nachfolger vorgefühlt haben.

Tuchel hatte schon zuvor betont, dass er seinen Vertrag bis 2018 erfüllen will. "Es wird jetzt ein Gespräch geben, vielleicht auch Gespräche. Ich weiß nicht, wie es ausgeht", sagte er am Samstag.

Schmelzer: "Ich verstehe es nicht"

Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer scheint zudem belastet zu sein. Kapitän Marcel Schmelzer hat sich nach dem DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) an die Seite von Nuri Sahin gestellt – und sich damit klar gegen Trainer Tuchel positioniert. "Mich hat es sehr geschockt. Ich verstehe es einfach nicht", sagte Schmelzer. Tuchel hatte Sahin überraschend nicht in den 18er-Kader für das Endspiel berufen.

"Wenn ein Spieler wie Julian Weigl ausfällt, dann ist der Einzige, der das mindestens genauso gut kann, Nuri Sahin", betonte Schmelzer: "Deshalb war ich sehr überrascht. Wir alle wissen, welche Qualität er besitzt. Die Erklärung dafür muss der Trainer geben. Wir stehen komplett hinter Nuri. Ein toller Mensch." Sahin selbst nannte die Entscheidung in der ARD "einen Schock", über den er nicht weiter reden wolle.

Tuchel hat am Samstagabend wahrscheinlich zum letzten Mal als BVB-Trainer auf der Bank gesessen. In der kommenden Woche sollen Gespräche mit der Vereinsführung über seine Zukunft geführt werden.

(sid)
 
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