1. Bundesliga 16/17
| 10.23 Uhr

Verletzungssorgen
Dortmund tritt ohne Defensivachse in Wolfsburg an

Krasnodar - Dortmund
Krasnodar - Dortmund FOTO: afp, pav
Dortmund. Ein halbes Jahr nach dem DFB-Pokalfinale in Berlin treffen der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund heute um 18.30 Uhr erstmals wieder aufeinander. Der BVB fährt als Verfolger des FC Bayern in die Autostadt - die Wölfe liegen sieben Punkte hinter Dortmund auf dem dritten Rang. BVB-Trainer Thomas Tuchel legt den Fokus auf die Defensive: "Wir brauchen eine absolute Verteidigungsleistung."

Den Versuch dies umzusetzen, wird der BVB ohne seine Defensivachse angehen müssen: Kapitän Mats Hummels, Sokratis und Mittelfeldspieler Julian Weigl fallen wegen Magen-Darm-Erkrankungen aus. "Die Personalsituation ist nicht besorgniserregend. Ich vertraue den Spielern, die uns zur Verfügung stehen. Wir werden wettbewerbsfähig sein", sagt Tuchel.

Voraussichtlich wird Sven Bender erneut als Innenverteidiger auflaufen. Bereits im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart und in der Europa League in Krasnodar gehörte der gelernte Mittelfeldspieler zum Innenverteidigerduo der Dortmunder. Tuchels Optionen für die zweite Abwehrposition sind Matthias Ginter, der im Laufe der Hinrunde von Tuchel zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde, und Neven Subotic. Seitdem der Serbe im Pokalfinale gegen den VfL in der Startelf stand, kam Subotic nur zweimal zum Einsatz - einmal davon in der Bundesliga (in Ingolstadt). Sein letzter Pflichtspieleinsatz war am 1. Oktober beim Europa-League-Spiel in Saloniki.

Tuchel hat sich anscheinend das Pokalfinale noch einmal genau angeschaut und warnte deswegen vor Wolfsburgs Bas Dost, der "einer der gefährlichsten Stürmer bei Flanken" sei. Dost war beim Endspiel in Berlin per Kopf erfolgreich.

Gonzalo Castro wird aller Voraussicht nach seinen Platz in der Startaufstellung behaupten können. Gemeinsam mit Ilkay Gündogan und Shinji Kagawa soll der 28-Jährige die Schaltzentrale im Mittelfeld des Tabellenzweiten bilden.

Auf Seiten des Pokalsiegers aus Wolfsburg fehlt Dante nach seiner Gelb-Roten Karte beim Spiel in Augsburg. Für ihn dürfte der Schweizer Timm Klose ins Team rücken. Mit Ricardo Rodriguez könnte ein weiterer Schweizer in die Abwehr des Vizemeisters zurückkehren. Der Linksverteidiger stand seit Anfang November nicht mehr in der Startelf.

Der Fokus der neuformierten Wolfsburger Defensive wird auf Dortmunds Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang liegen. Der Gabuner war in 14 Spielen 17-mal erfolgreich.

Von einer Revanche für die 1:3-Niederlage im Pokalfinale Ende Mai will man auf Dortmunder Seite nichts wissen: "Selbst wenn wir gewinnen, kriegen wir den Pokal nicht mit auf die Heimfahrt", sagt Tuchel und nimmt etwas Brisanz aus der Begegnung. Das bislang letzte Ligaduell am 33. Spieltag der Vorsaison gewannen die Wölfe zu Hause 2:1.

Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war das Bundesliga-Spiel zwischen Schalke und Hannover noch nicht beendet.

(dth)
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