1. Bundesliga 16/17
| 22.07 Uhr

Heimpleite gegen Saloniki
Platz zwei ist das Limit für den BVB

Dortmund - Saloniki
Dortmund - Saloniki FOTO: dpa, thi nic
Für ganz oben reicht es noch nicht. Borussia Dortmund unter Trainer Thomas Tuchel spielt ansehnlichen und erfolgreichen Fußball. Doch kurz vor Ende der Hinrunde kann konstatiert werden: Platz zwei ist das Limit. In der Bundesliga ist an den dominanten Bayern kein Vorbeikommen und in der Europa League musste der BVB dem FK Krasnodar den Vortritt lassen. Von Patrick Scherer

Durch das 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen den bereits ausgeschiedenen Paok Saloniki verspielte der BVB eine Restchance auf Platz eins. Auf die Borussia wartet nun in der Runde der letzten 32 Teams im Februar ein vermeintlich stärkerer Gegner.

Auch aufgrund der fehlenden sportlichen Brisanz lag der Fokus vor allem auf den befürchteten Tumulten rund um das Hochsicherheitsspiel. Teile der Dortmunder Fanszene sind mit Paok-Stadtrivale und Erzfeind Aris befreundet. 1000 Polizisten waren in Dortmund auf den Straßen, um Randale zu verhindern. Beim Hinspiel in Griechenland hatten Anhänger der Borussia großflächig mit Pyrotechnik um sich geworfen und ihrem Verein eine Geldstrafe von 60.000 Euro beschert. Um sicher zu gehen, dass ähnliche Szenen im Ruhrgebiet ausbleiben, bastelte der Verein den griechischen Anhängern einen unansehnlichen Käfig aus Zäunen und Netzen unter das Dach des mit 55.200 Zuschauern gefüllten Dortmunder Stadions. In der Arena blieben Zwischenfälle aus.

Thomas Tuchel unterstrich mit seiner Aufstellung die untergeordnete Bedeutung des Spiels. Unter anderem verhalf der Coach Pascal Stenzel zu seinem Pflichtspieldebüt. Der 19-Jährige arbeitete solide im zentralen Mittelfeld. Robert Mak, einer von fünf ehemaligen Bundesliga-Profis bei Paok (neben Stelios Malezas, Giorgos Tzavellas, Alexandros Tziolis und Dimitar Berbatov), sorgte für die Gäste-Führung. Zwei Pfostenschüsse von Shinji Kagawa und Marco Reus waren in der ersten Halbzeit die einzigen Höhepunkte aus Sicht der Borussia. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund zwar den Druck, mehr als eine Handvoll guter Tormöglichkeiten war gegen das griechische Bollwerk aber nicht drin.

Der BVB erwartet nun die Auslosung des Sechzehntelfinales kommenden Montag. "Mit dem Abstieg des FC Sevilla von der Champions- in die Europa-League steht der Sieger ja schon fest", sagte Tuchel vor der Partie  schmunzelnd. Sevilla hatte in den vergangenen beiden Spielzeiten die Europa League gewonnen. Sollte der Coach Recht behalten, bliebe für den BVB ja noch der zweite Platz.

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