1. Bundesliga 17/18
| 12.07 Uhr

Europapokalsieger von 1966
BVB trauert um Vereins-Ikone Dieter "Hoppy" Kurrat

BVB: Borussia Dortmund trauert um Vereinslegende Dieter "Hoppy" Kurrat
FOTO: dpa
Dortmund. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund trauert um seine Vereins-Ikone Dieter "Hoppy" Kurrat. Der frühere Mittelfeldspieler starb am Freitag nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Das teilte der BVB mit. 

Kurrat spielte von 1956 bis 1974 für die Borussia und gewann mit dem Team die deutsche Meisterschaft 1963, den DFB-Pokal 1965 und den Europacup der Pokalsieger 1966. Für seine Vereinstreue wird er bis heute verehrt. Der BVB wird bei Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit Trauerflor antreten.

Rauball: "Von seiner Statur war er der Kleinste. Aber für uns alle war er der Größte"

"Ich verliere einen guten Freund", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, "die Erinnerung an die vielen schönen Stunden wird nie verblassen. Er hatte nicht nur ein großes Kämpferherz, er war auch ein unglaublich liebenswerter Mensch."

"Von seiner Statur war er der Kleinste. Aber für uns alle war er der Größte", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball, als er von der Nachricht des 1,62 m kleinen Kurrat erfuhr: "Seine Herzenswärme und sein unnachahmlicher Witz werden allen Borussen unvergessen bleiben. Wir sind Hoppy sehr dankbar und wir werden ihn immer in guter Erinnerung behalten."

612 Spiele für den BVB

Schon mit 15 Jahren war Kurrat zur Borussia gekommen, wo Trainer Max Merkel ihn groß herausbrachte. Seinen Spitznamen trug er nach dem 50er-Jahre-Westernhelden Hopalong Cassidy. "Keiner zog schneller als er. Weil ich das bei uns in der Straße auch so machte, nannten mich alle Hoppy", berichtete Kurrat, der bis heute einer der kleinsten Spieler der Bundesliga-Geschichte ist.

Kurrat war nicht nur gebürtiger, sondern vor allem treuer Dortmunder. Er war der einzige der Europapokal-Helden von Lissabon 1966, der nach dem Abstieg 1972 blieb. Insgesamt absolvierte er 612 Spiele für die Schwarzgelben, 247 davon in der Bundesliga.

Bis zu seinem Tod war er Mitglied des Ältestenrates und des Wahlausschusses. Seine Frau Marga erzählte: "Wir mussten Urlaube in Italien und auf Texel nach ein paar Tagen abbrechen, weil ihm sein Dortmund so fehlte. Einmal ist er von Garmisch-Partenkirchen aus mit dem Auto zurückgefahren, einmal um den Borsigplatz und zum Stadion - und dann wieder nach Garmisch."

(cbo/sid/dpa)
 
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