1. Bundesliga 17/18
| 17.31 Uhr

BVB-Star von Barca umworben
Dembélé steht vor der Erfüllung seines Traums

Die Gerüchteküche der Bundesliga im Sommer 2017
Die Gerüchteküche der Bundesliga im Sommer 2017 FOTO: dpa, km sam hjb
Dortmund. Ousmane Dembélé ist ins Visier des FC Barcelona geraten. Das Top-Talent von Borussia Dortmund könnte zum zweitteuersten Fußballer der Geschichte werden.

Nationalspieler, Pokalsieger, Rookie der Saison: Die Karriere von Ousmane Dembélé kannte bisher nur eine Richtung – steil aufwärts. Das Top-Talent gilt bei Borussia Dortmund als großes Versprechen für eine erfolgreiche Zukunft, doch Dembélé hat andere Pläne. Mit nur 20 Jahren könnte sich für den Franzosen mit dem Wechsel zum FC Barcelona ein Traum erfüllen. Dembélé würde wohl zum zweitteuersten Fußballer der Geschichte avancieren.

Laut der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" sind sich Barcelona und Dembélé bereits einig, es wird über einen Fünfjahresvertrag berichtet. Der Klub von Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen muss sich nun mit dem BVB über die Ablösemodalitäten verständigen. Im Gespräch ist eine Summe von mehr als 100 Millionen Euro.

Die Dortmunder Verantwortlichen sind von dem Thema zunehmend genervt. "Es macht keinen Sinn, diese permanenten Gerüchte zu kommentieren", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Trainer Peter Bosz gibt sich noch gelassen. "Wenn ich nichts vom Verein höre, beschäftige ich mich damit nicht", sagte der Niederländer.

Hans-Joachim Watzke muss sich damit allerdings beschäftigen. Der BVB-Geschäftsführer hat schon einmal signalisiert, dass Barca für den möglichen Nachfolger von Neymar tief in die Tasche greifen muss. Die kolportierte Ablösesumme für Dembélé "halte ich für zu wenig", so Watzke.

De Bruyne der bislang teuerste Bundesliga-Profi

Damit wäre Dembélé teurer als Paul Pogba (Frankreich/105 Millionen Euro), Gareth Bale (Wales/100,76) und Cristiano Ronaldo (Portugal/94), nur Rekordmann Neymar (Brasilien/222) kostete bei seinem Wechsel zu Paris St. Germain noch mehr. Mit Dembélés Transfer würde auch die Bundesliga in neue Dimensionen vorstoßen. Bisher sind die 80 Millionen Euro für Kevin De Bruyne bei seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Manchester City Rekord für Deutschlands höchste Klasse.

Ungeachtet seines Vertrags bis 2021 bekundete Dembélé schon einmal seine Sympathien für den ehemaligen Champions-League-Sieger Barcelona um Superstar Lionel Messi. "Es ist eine Ehre, dass mein Name unter denen ist, die Barca holen will. Jedem würde es gefallen, in so einem Team zu spielen", sagte Dembélé.

Für Dortmund wäre sein Abgang ein großer Verlust. Im Gegensatz zu den ebenfalls mit viel Hoffnungen im Sommer 2016 verpflichteten Emre Mor und Mikel Merino schlug Dembélé in seiner ersten Saison voll ein. Der Offensivspieler war in 49 Pflichtspielen an 31 Toren (10 Treffer/21 Vorlagen) beteiligt. Mit seiner Schnelligkeit ließ er die Gegenspieler ratlos zurück, mit seinen Dribblings verzückte er Fans und Mitspieler gleichermaßen.

Barcas technischer Direktor Robert Fernandez nahm bereits 2016 vor Dembélés Wechsel von Stade Rennes zum BVB Kontakt zum Franzosen auf. Schon damals war man sich sicher: Dembélé ist ein Rohdiamant. "Es gab fast keinen europäischen Großklub, der ihn nicht wollte", sagte Watzke nach dem Transfer stolz. "Wir glauben, dass Ousmane einer der größten Hotspots im europäischen Nachwuchsbereich ist. Wir sehen in ihm riesiges Potenzial." Das hat auch Barcelona erkannt.

(sid)
 
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