1. Bundesliga 16/17
| 14.26 Uhr

Mögliche Rückkehr von Götze zum BVB
Watzke: "Das übliche Theater in der Länderspielpause"

BVB will Mario Götze zurück – Watzke wiegelt ab
Mario Götze soll zum BVB zurückkehren. FOTO: dpa, jgu kno pkw_A nic
Düsseldorf. Hans-Joachim Watzke ist genervt. Spekulationen über eine spektakuläre Rückholaktion des verlorenen Sohnes Mario Götze zu Borussia Dortmund haben dem BVB-Geschäftsführer etwas die Laune verdorben. "Das", betonte Watzke mit Nachdruck, "ist das übliche Theater in der Länderspielpause".

Doch nach Bild-Informationen denken die Schwarz-Gelben ernsthaft über einen Rückkehr des WM-Helden nach. Demnach habe es bereits erste Sondierungsgespräche mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München gegeben. "Aus unserer Sicht gibt es nichts zu kommentieren. Ich habe überhaupt keine Lust, mich an den Spekulationen zu beteiligen", sagte Watzke dem Sport-Informations-Dienst.

Keine Chance mehr unter Guardiola

Götze war 2013 für 37 Millionen vom BVB zum Rivalen an die Isar gewechselt. Für Trainer Pep Guardiola ist der 23-Jährige, dessen Vertrag bis Juni 2017 läuft, aber nur zweite Wahl. Nach seinem Comeback nach langer Verletzungspause kam Götze nur 54 von 720 möglichen Minuten zum Einsatz. Zuletzt drückte er beim Auswärtssieg beim 1. FC Köln (1:0) 90 Minuten die Bank, obwohl Guardiola zahlreiche Stammspieler schonte. Ob Götze, der sich derzeit mit der DFB-Auswahl auf die Länderspiele am Samstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) in Berlin gegen England und am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) in München gegen Italien vorbereitet, beim neuen Bayern-Coach Carlo Ancelotti höher im Kurs stehen wird, ist offen.

Watzke hatte zuletzt Mitleid mit Götze, der mit den Westfalen zwei Meistertitel (2011 und 2012) und den DFB-Pokal (2012) gewann, geäußert. "Ich kenne ihn elf Jahre, noch als ganz kleiner Steppke. Ich habe ihn schon in unserer U15 gesehen. Er hat unseren kompletten Jugend-Bereich durchlaufen und ist ein total netter Kerl. Ich mag ihn einfach, und deswegen tut es mir auch schon ein bisschen leid", hatte er erklärt.

Die Dortmunder Verantwortlichen hatten eine Rückkehr Götzes zuletzt immer als unrealistisch bezeichnet. Auch bei den Fans ist er nach seinem Wechsel zum FC Bayern in Ungnade gefallen, bei den Gastspielen der Münchner im Signal Iduna Park wird er immer gnadenlos ausgepfiffen.

Sportlich erscheint eine Rückkehr für den Nationalspieler durchaus sinnvoll. Zwar soll auch Ex-Trainer Jürgen Klopp Götze auf die Insel zum FC Liverpool locken, doch der Viertelfinal-Gegner des BVB in der Europa League wird in der kommenden Saison wohl nicht in der Champions League vertreten sein.

Eine Rückholaktion würde auch ins Schema des BVB passen. Dortmund holte in Shinji Kagawa (Manchester United) und Nuri Sahin (Real Madrid) zuletzt schon zwei Spieler zurück, die nach ihrem Wechsel bei ihrem neuen Klub nicht glücklich geworden sind – wie Götze.

Bundestrainer Joachim Löw wollte Götze öffentlich nicht zu einem Vereinswechsel raten. "Ich werde aber sicher in den nächsten Tagen mal in Ruhe mit ihm sprechen", kündigte er an: "Da werden wir zusammen ein paar Gedanken entwickeln und versuchen, zusammen eine Lösung zu finden."

(seeg/sid)
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