1. Bundesliga 16/17
| 13.17 Uhr

Borussia Dortmund
Klopp bittet um Auflösung seines Vertrags

Jürgen Klopp bittet um Vertragsauflösung - Pressekonferenz um 13.30 Uhr
FOTO: dpa, dpa
Dortmund. Medienberichten zufolge bittet Jürgen Klopp die Verantwortlichen von Borussia Dortmund um die Auflösung seines Vertrags. Der Klub hat eine Pressekonferenz für 13.30 Uhr (Live-Blog) angekündigt.

Wie die "Bild" berichtet, fühlt sich Klopp nach sieben Jahren beim BVB ausgebrannt und will erst einmal eine Auszeit nehmen, anschließend eventuell in England arbeiten. Thomas Tuchel, zuletzt beim Hamburger SV im Gespräch, soll Klopps Nachfolger werden. Dortmund bietet Tuchel einen Vier-Jahres-Vertrag und ein üppiges Gehalt in Höhe von 20 Millionen Euro.

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Tuchel war schon beim FSV Mainz 05 Nachfolger von Klopp, wenn auch nicht sein direkter. Er trainierte die Rheinhessen von 2009 bis 2014, befindet sich momentan in einem Sabbatjahr. Wie die "Bild" berichtet, habe sich Dortmunds Manager Michael Zorc bereits im April 2014 zu einem Sondierungsgespräch mit Tuchel getroffen, weil Klopp ein unmoralisches Angebot aus England vorliegen hatte und damals schon BVB-Boss Hans-Joachim Watzke um die Freigabe aus dem bis 2018 laufenden Kontrakt gebeten hatte.

Klopp übernahm den BVB am 1. Juli 2008, wurde 2011 und 2012 Meister mit den Schwarz-Gelben, 2012 gewann er zudem mit dem BVB den DFB-Pokal. Mit Klopp erreichte Dortmund 2013 das Champions-League-Finale in London. Im Wembleystadion unterlag der BVB jedoch dem FC Bayern München 1:2.

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Als Klopp im Sommer 2008 beim BVB seinen Job antrat, hatte der Coach "Vollgas-Veranstaltungen" versprochen und trotz anfangs schwieriger finanzieller Verhältnisse in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Watzke und Sportdirektor Zorc einen Umbruch eingeleitet.

Unter Klopp schafften Profis wie Mats Hummels, Mario Götze, Sven Bender, Kevin Großkreutz oder Marcel Schmelzer den Sprung in die Nationalmannschaft, der Gesamtwert des Teams wuchs beträchtlich. Die Klopp-Auswahl dominierte zwischenzeitlich die Liga, Laufintensität, enorme taktische Disziplin und unbekümmerte Angriffsaktionen prägten diese Ära.

In der laufenden Saison läuft es für Klopp und den BVB allerdings nicht gut. In der Bundesliga belegt das Klopp-Team nach 28 Spielen mit 33 Punkten nur den zehnten Platz, in der Champions League scheiterten die Westfalen an Juventus Turin bereits im Achtelfinale, im DFB-Pokal muss der BVB im Halbfinale zum FC Bayern nach München. Dem Bericht zufolge soll es zuletzt vermehrt zu atmosphärischen Störungen zwischen Klopp, Watzke und Zorc gekommen sein.

Bislang bestritten die BVB-Profis unter Klopp 270 Pflichtspiele, die mit 159 Siegen, 54 Niederlagen und 57 Unentschieden endeten. "Dieser Verein passt gut zu mir", hat Klopp bei seinem Wirken in Dortmund häufig betont. Und immer wieder schwärmte er von der harmonischen Zusammenarbeit mit Watzke und Zorc.

 

 
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