1. Bundesliga 16/17
| 12.04 Uhr

Klopp-Nachfolger soll nächste Woche präsentiert werden
Watzke: "Nicht eindimensional in Richtung Tuchel denken"

Fotos: Das ist Thomas Tuchel
Fotos: Das ist Thomas Tuchel FOTO: dpa, dna nic ljm nic
Dortmund. Nach dem angekündigten Rücktritt von Trainer Jürgen Klopp begleiten die Spekulationen um einen Nachfolger die Vorbereitung von Borussia Dortmund auf das Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn.

Die hektische Betriebsamkeit in der Chefetage von Borussia Dortmund nach dem Rücktritt von Trainer Jürgen Klopp am Saisonende unterstrich Klub-Boss Hans-Joachim Watzke. "Die Lösung wird nicht ewig auf sich warten lassen. Ich denke, dass wir nächste Woche eine ordentliche und vernünftige Lösung transportieren", wird der 55-Jährige in der Osthessischen Zeitung zitiert.

Die Spekulationen und Diskussionen um den möglichen Nachfolger des erfolgreichsten Coaches der 106-jährigen Klubgeschichte prägen die Stimmung vor dem richtungweisenden Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) gegen Aufsteiger SC Paderborn.

"Ich weiß nicht, wer neuer Trainer wird und wenn, würde ich es nicht sagen. Ein Zweitligatrainer wird es wohl nicht werden und deutschsprachig auch, aber ich warne davor, zu eindimensional in Richtung Thomas Tuchel zu denken", ergänzte Watzke.

Ob es sich nur um eine falsche Fährte oder Nebelkerze handelt, die BVB-Fans werden es zeitnah erfahren, zumal die Liste der in den Medien gehandelten Trainernamen immer länger wird. Doch eines sei für Watzke klar, "Borussia Dortmund ist größer als jeder einzelne. Es geht immer weiter, die Philosophie von Borussia Dortmund hängt nicht am Trainer. Wir wollen authentisch sein, echte Liebe eben".

Große Emotionen werden das Westfalen-Derby am Samstag prägen. Es wird ein besonderes Spiel für Klopp, den Verein und die 80.667 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park. "Mich und mein Trainerteam hochleben zu lassen, wäre aber sicherlich verfrüht", sagte Klopp vor dem ersten von maximal acht verbleibenden Pflichtspielen auf der Dortmunder Trainerbank.

Dem angekündigten Abschied von Klopp nach sieben Jahren mit zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg soll der endgültige Abschied des BVB aus der Gefahrenzone der Tabelle folgen. "Deshalb muss unsere ganze Konzentration Paderborn gelten", forderte Klopp angesichts des Rummels um seine Person.

Die turbulente Woche in Dortmund war auch ein Thema in Paderborn. "Dieses Spiel wird aufgrund des Rücktritts von Jürgen Klopp eine besondere Aufmerksamkeit genießen. Ich denke, ganz Dortmund will Klopp einen würdigen Abschied bescheren, deswegen werden wir auf einen emotional sehr angefassten und motivierten Gegner treffen", mutmaßte SC-Coach Andre Breitenreiter.

Man wolle dennoch dort selbstbewusst und mutig auflaufen. "Wir müssen um unser Leben laufen", so der Ex-Profi. Es sei klar, dass die Siegchancen nicht besonders groß seien, weil eben die Situation eine besondere ist und man auf eine individuell hochklassig besetzte Mannschaft treffe.

Paderborn belegt Relegationsplatz 16, allerdings nur zwei Zähler entfernt vom Schlusslicht Hamburger SV. Allerdings verloren die Ostwestfalen ihre vergangenen drei Gastspiele mit insgesamt 0:8-Toren. Im Hinspiel erkämpfte sich der SC nach einem 0:2-Rückstand immerhin noch ein 2:2.

Der BVB beklagt die Ausfälle von Neven Subotic und Sebastian Kehl, hinter dem Einsatz von Marco Reus steht noch ein Fragezeichen. Dennoch ist Wiedergutmachung angesagt für die desolate Vorstellung beim 1:3 am vergangenen Wochenende bei Borussia Mönchengladbach. Nur bei Erfolgen in den Heimspielen gegen Paderborn und eine Woche später gegen Eintracht Frankfurt kann der BVB vermutlich wieder in Richtung Europa blinzeln - und Klopp einen versöhnlichen Abschied bescheren.

(sid)
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