1. Bundesliga 16/17
| 14.01 Uhr

Rückkehr fast perfekt
Dortmund und Bayern feilschen um Götze

Fotos: Mario Götze – Schwabe, Borusse, Weltmeister
Fotos: Mario Götze – Schwabe, Borusse, Weltmeister FOTO: afp, desk
Dortmund . Die spektakuläre Rückkehr von Mario Götze zu Borussia Dortmund ist nur noch eine Frage des Geldes. Der BVB will 23 Millionen Euro zahlen, der Meister pocht auf 28 Millionen Euro. Eine Einigung gilt dennoch als sicher.

Noch wird um die Ablöse gepokert, doch Karl-Heinz Rummenigge hat Götze längst in Richtung Dortmund verabschiedet. "Er war jetzt drei Jahre in München und ist nie richtig Stammspieler geworden. Es hat beim FC Bayern leider bisher nicht funktioniert. Bei seinem Talent und Anspruch muss er regelmäßig spielen. Deshalb wäre das eine gute Option für ihn, aber auch für Dortmund", sagte der Vorstandschef des FC Bayern.

"Es gibt einen Preis, der ist auch bekannt"

Es geht bei der spektakulären Rückkehr des 24 Jahre alten WM-Helden zur Borussia nur noch ums Geld. "Ich kann grundsätzlich bestätigen, dass es Gespräche zwischen den beiden Klubs und mit dem Vater bzw. Berater von Mario gibt. Es gibt einen Preis, der ist auch bekannt. Wenn der erfüllt wird, sind wir bereit, den Transfer zu vollziehen", betonte Rummenigge nach dem 4:3-Testspielsieg des Rekordmeisters beim SV Lippstadt am Samstag.

So ein Transfer sei ein "Dreiparteiengeschäft bei dem alle zufrieden sein und mitziehen müssen. Ein bisschen Geduld werden wir noch haben müssen", führte Rummenigge weiter aus. Die Bayern zahlten für ihren Rückkehrer Mats Hummels, der nur noch ein Jahr Restlaufzeit in Dortmund hatte, zuletzt satte 35 Millionen Euro. Rummenigge gelang es vor der EM nicht den Preis zu drücken, weil Dortmund sich bei der Ablöse nicht verhandlungsbereit gezeigt hatte.

Stolze 28 Millionen Euro Ablöse wollen die Bayern nun für Götze haben, der BVB dem Vernehmen nach aber "nur" 23 Millionen zahlen. Ebenfalls nur noch ein Jahr läuft der Vertrag des Offensivspielers, der 2013 für 37 Millionen vom BVB nach München gewechselt war, dort unter Pep Guardiola aber nie richtig ankam.

Auch der neue Bayern-Coach Carlo Ancelotti soll für den Weltmeister, der in der vergangenen Saison gerade einmal neun Spiele über 90 Minuten bestritten hat, keine Verwendung haben. Deshalb sei der Sinneswandel von Götze, der eigentlich ein "Gesicht des FC Bayern" werden wollte, für Rummenigge "nicht überraschend, sondern eine logische Entwicklung".

Tuchel: "Es gibt keinen neuen Stand"

In seiner Dortmunder Wohlfühloase erhofft sich Götze nach seiner "Leidenszeit" in München offenbar einen Neuanfang. Der 24-Jährige schlägt dafür sogar ein Angebot des FC Liverpool aus, der von seinem früheren Förderer Jürgen Klopp trainiert wird. Der BVB hält sich noch bedeckt. Es gebe "keinen neuen Stand" und nichts zu kommentieren, sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel am Samstag nach dem 0:1 des BVB im Test bei Zweitligist 1860 München.

Götze könnte bei der Borussia den für 42 Millionen Euro zu Manchester United abgewanderten Henrich Mchitarjan ersetzen. Daneben will sich Dortmund auch noch mit Weltmeister André Schürrle vom VfL Wolfsburg verstärken. Für Rummenigge klare Zeichen dafür, dass der BVB trotz des Umbruchs und der Abgänge von Mchitarjan, Ilkay Gündogan und Mats Hummels "der natürliche Konkurrent" des FC Bayern bleibt. Auch Kapitän Philipp Lahm ist überzeugt, dass Dortmund weiter "eine große Rolle spielen wird. Thomas Tuchel ist ein sehr guter Trainer, der das auffangen kann. Dortmund hat einen guten Kader", meinte der Weltmeister.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte den FC Bayern nach dem Transfer von Mats Hummels zuletzt aber bereits als "unschlagbar" bezeichnet. "Demzufolge brauchen wir über Bayern als Konkurrenz gar nicht reden", sagte er bei "Sky Sport News HD".

(sid)
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