1. Bundesliga 16/17
| 10.56 Uhr

Irres Transfergerücht
Schnappt sich der BVB auch Gomez?

Porträt: Das ist Mario Gomez
Porträt: Das ist Mario Gomez FOTO: afp
Dortmund. Nationalstürmer Mario Gomez, der zuletzt vom AC Florenz an Besiktas Istanbul ausgeliehen war, könnte bald für Borussia Dortmund stürmen. Das käme nach der Verpflichtung von Mario Götze und André Schürrle aber überraschend.

Behält die türkische Tageszeitung "Hürriyet" recht, läuft Gomez in der neuen Saison für den BVB auf. Der 31 Jahre alte Angreifer, der Besiktas in der abgelaufenen Spielzeit mit 26 Treffern als Torschützenkönig zum Meistertitel in der Türkei geschossen hat, soll nach längeren Gesprächen mit Thomas Tuchel bei den Schwarz-Gelben unterschrieben haben. 

Die Interessenten stehen angeblich Schlange

Gomez hat in Italien noch einen Vertrag bis Sommer 2017. Er will wegen der politischen Unruhen nicht mehr in die Türkei zurückkehren. Der AC Florenz denkt daran, den Stürmer zu verkaufen, weil er dem Verein zu teuer geworden ist. Der "kicker" schreibt von sieben Millionen Euro an Ablöse, die es zu bezahlen gilt. 

"Es gibt Interessenten aus Deutschland, Spanien und England", sagte Gomez-Berater Uli Ferber. Bei Barcelona müsste sich der Deutsche allerdings mit der Rolle des Jokers begnügen. Luis Suarez ist zwischen den Weltstars Lionel Messi und Neymar im Sturmzentrum gesetzt. "Es stimmt, dass wir einen Stürmer suchen. Was wir wollen, ist, dass der Stürmer, der kommt, Lust hat, hier zu spielen. Egal, wie viele Minuten er bekommen wird", sagte Barca-Trainer Luis Enrique.

Fans des türkischen Meisters haben derweil eine Kampagne gestartet, um den Torschützenkönig doch noch in Istanbul zu halten. 

Unter dem Hashtag "ComeBackMarioGomez" wollen zahlreiche Anhänger den Torjäger beim Kurznachrichtendienst Twitter zu einem Umdenken bewegen. Das Schlagwort schaffte es am Montag auf der Liste der populärsten Hashtags in der Türkei sogar kurzzeitig an die Spitze.

Borussia Dortmund will den Kader verkleinern 

Dass sich Gomez, an dem auch der VfL Wolfsburg Interesse zeigen soll, tatsächlich dem BVB anschließen wird, ist unwahrscheinlich. Nach dem Transfer von Schürrle betonte Sportdirektor Michael Zorc, dass die Offensive der Dortmunder nun komplett sei. Die BVB-Verantwortlichen reagierten am Montag zurückhaltend. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte, dass Gomez "nicht im Fokus" stehe.

Sturm-Rakete Pierre-Emerick Aubameyang ist in der Spitze gesetzt. Adrian Ramos überzeugte in der vergangenen Saison als Vertreter. Geplant ist vielmehr, den aufgeblasenen Kader von 31 Spielern noch zu verkleinern. 

Allerdings hatte Watzke vor einigen Wochen auch noch eine Rückkehr von WM-Held Götze als "unrealistisch" bezeichnet und zudem ausgeschlossen, dass die Westfalen Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan abgeben. Das passierte dennoch. Man darf also gespannt sein. 

(jado/sid)
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