1. Bundesliga 17/18
| 09.27 Uhr

Thomas Tuchel
Der Wundermann auf dem Trainerstuhl

Thomas Tuchel: Pokalsieger, Ex-BVB-Trainer
Thomas Tuchel: Pokalsieger, Ex-BVB-Trainer FOTO: dpa, jai nic
Meinung | Dortmund. Thomas Tuchel übernimmt im Sommer das Traineramt bei Borussia Dortmund. Damit wird der ehemalige Mainzer Nachfolger von Jürgen Klopp. Dieses Erbe anzutreten wird nicht einfach.

Der Hamburger SV ist nicht mit einer klaren Niederlage in die Amtszeit von Trainer Bruno Labbadia gestartet. Das ist vielleicht schon die beste Wochenend-Nachricht vom Gründungsmitglied der Bundesliga. Es bleibt nach dem 0:1 in Bremen auf Abstiegskurs. Und es ist höchst fraglich, ob Labbadia über jene Wunderkräfte verfügt, die der Klub nun braucht.

Thomas Tuchel waren sie offenbar unterstellt worden, denn um ihn kämpfte die HSV-Führung mit großer Ausdauer. Der vermeintliche Wundermann aber heuert jetzt bei Borussia Dortmund an. Aus seiner Sicht eine gute Entscheidung. Schließlich muss er sich in Westfalen weder in einer kurzfristigen Rettungsarbeit bis zum Saisonende verschleißen. Noch muss er ab Juli eine grundsätzliche Aufbauarbeit verrichten. Selbst wenn der BVB in dieser Saison weit hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, ist er eine deutlich bessere Adresse als der Hamburger SV.

Die Tuchel-Chronologie

Doch auch der Job in Nordrhein-Westfalen birgt Risiken. Es wird nicht einfach sein, den volksnahen, telegenen und nicht zuletzt lange sehr erfolgreichen Jürgen Klopp zu beerben. Tuchel wird nämlich zunächst mal in jeder Beziehung an seinem Vorgänger gemessen. Und es ist bekannt, dass es er bereits in Mainz, wo er ebenfalls Klopps Erbe verwaltete, ziemlich allergisch auf die fälligen Vergleiche reagierte.

Es ist außerdem bekannt, dass nicht nur die Arbeitgeber in der Bundesliga eine hohe Meinung von Thomas Tuchel haben, sondern dass auch Thomas Tuchel eine hohe Meinung von Thomas Tuchel hat. Das ist auf der Suche nach Verbündeten nicht immer hilfreich. Verbündete aber wird Tuchel natürlich auch in Dortmund haben müssen. Klug genug, das zu wissen, ist er.

Quelle: RP
 
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