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Glasverbot und Sonderzüge
Das müssen Borussia-Fans zum Derby wissen

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach: Die Sicherheitslage vor dem Derby
Bundespolizisten an einem Bahnhof (Symbolfoto). FOTO: dapd, dapd
Mönchengladbach. Vier Tage vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ist die Lage ruhig. Ein Risikospiel mit entsprechendem Polizeiaufgebot bleibt die Partie dennoch.  Von Jannik Sorgatz

Deshalb hat die Bundespolizei Sankt Augustin am Mittwoch eine - inzwischen übliche - Sicherheitsmaßnahme verkündet: Am Sonntag herrscht in allen Regionalzügen nach und von Köln sowie in allen Zusatzzügen ein Glasflaschen-, Glasbehälter-, Getränkedosen- und Pyrotechnikverbot. Es gilt von 10 bis 22 Uhr in den Zügen und auch von 11.30 bis 20 Uhr in allen Bahnhöfen und an allen Haltepunkten im Kölner Stadtgebiet, "da es in der Vergangenheit wiederholt zu Straftaten mit Glasbehältnissen und Pyrotechnik kam", wie die Bundespolizei mitteilt.  "Die Einsatzkräfte der Bundespolizei werden die Allgemeinverfügung überwachen. Für den Fall eines Verstoßes kann ein Beförderungsausschluss, Platzverweis sowie Zwangsgeld in Höhe von 100 Euro die Folge sein", heißt es weiter.

Seitdem Kölner Anhänger im Februar 2015 nach dem Derby in Gladbach den Platz gestürmt hatten, gab es rund um das Spiel kaum noch nennenswerte Zwischenfälle. Das Sportliche rückte wieder in den Mittelpunkt.

Für Ärger bei Borussia-Fans, die mit dem Zug anreisten, sorgte jedoch im April 2017 das Prozedere an den Bahnhöfen in Mönchengladbach und Köln-Ehrenfeld. In Mönchengladbach fuhr der Entlastungszug von Gleis 1 ab, zu dem es nur einen schmalen Aufgang gibt. In Ehrenfeld wurden die Fans lange in einem Tunnel am Gleisaufgang festgehalten, bevor sie zum Zug durften. Das Fanblog Mitgedacht hat die Vorkommnisse damals ausführlich geschildert.

Anders als im Frühjahr 2017 steht zumindest fest, dass für die An- und Abreise jeweils zwei Entlastungszüge eingesetzt werden. Das sind, Stand Mittwochnachmittag, die Bereitstellungszeiten am Sonntag:

  • 11.36 Uhr Mönchengladbach Hbf bis Köln-Ehrenfeld (von dort geht es weiter mit den Straßenbahnen der KVB)
  • 12.30 Uhr Mönchengladbach Hbf bis Köln-Ehrenfeld
     
  • 18.39 Uhr Köln-Ehrenfeld bis Mönchengladbach Hbf
  • 19.08 Uhr Köln-Ehrenfeld bis Mönchengladbach Hbf

Während die Züge auf der Hinfahrt durchfahren, wird es auf dem Rückweg mehrere Haltepunkte geben auf der Route des Regionalexpress 8, die über Rommerskirchen und Rheydt führt.

Die Einsatzbesprechung, erklärte die Bundespolizei auf Nachfrage, habe den Eindruck bestätigt, dass es bislang keine besonderen Vorkommnisse zwischen den rivalisierenden Fanlagern gab. Alle Beteiligten hoffen auf ein erneut friedliches Derby.

Eine Neuerung gibt es für die 5000 Borussia-Fans am Kölner Stadion: Stehplatz- und Sitzplatzkarteninhaber gelangen durch verschiedene Eingänge in den Gästeblock. Ein Blockwechsel ist danach nicht mehr möglich. Außerdem schreiben Borussias Fanbetreuer, die sich Anfang der Woche mit ihren Kölner Pendants getroffen haben: "Wir empfehlen Fans, die mit dem Pkw oder Bus anreisen, möglichst auf auffällige Utensilien in und am Pkw zu verzichten. Alleinreisenden Borussen empfehlen wir außerdem, auf allzu auffällige Fankleidung zu verzichten."

 
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