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Borussia Mönchengladbach
Alle Augen ruhen auf Frühstarter Drmic

Drmic trainiert erstmals mit der Borussia
Drmic trainiert erstmals mit der Borussia FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Zwei Tage früher als erwartet steigt Borussias Zehn-Millionen-Stürmer ins Training ein. Von seinem neuen Trainer erhofft er sich eine ganze Menge. Ehemalige Mitspieler trauen Drmic in Gladbach Großes zu. Von Stefan Klüttermann

Es war das, was man seit jeher in der gängigen Fußballersprache einen "lockeren Aufgalopp" nennt. Ein bisschen Aufwärmen, ein bisschen Koordination mit Physiotherapeut Andreas Bluhm, danach Passübungen mit Martin Stranzl, und nach etwas mehr als einer Stunde war Josip Drmics erste Trainingseinheit im Borussen-Dress auch schon wieder vorüber. Das eigentlich Erwähnenswerte waren dann auch nicht die Trainingsinhalte, sondern viel mehr, dass Drmic überhaupt da war.

Drmic steigt früher ins Training ein

Denn eigentlich hätte Borussias zweitteuerster Zugang der Vereinsgeschichte als Nationalspieler noch zwei Tage Urlaub genießen dürfen. "Aber ich habe mit dem Trainer gesprochen, dass es gut wäre, vielleicht schon ein bisschen früher einzusteigen, weil ich ja neu bin. Und diese zwei Tage früher, das ist nicht so schlimm", begründete der 22-Jährige seinen Frühstart.

Die ersten Pluspunkte hat der Ex-Leverkusener bei Verein und Fans also schon mal verbucht, und bei den Anhängern stand der Zehn-Millionen-Mann dann auch naturgemäß in Sachen Autogrammwünschen besonders hoch im Kurs. "Man sieht, dass der zwölfte Mann dabei ist, das ist toll, die Plätze sind hervorragend, ich bin gut aufgenommen worden, wir haben schon ein bisschen gequatscht", schilderte der Schweizer später die Eindrücke seines ersten Arbeitstages in der neuen Umgebung.

Doch mehr noch als mit einem verfrühtem Arbeitsantritt will Drmic in den kommenden Monaten mit Leistungen und Toren für Furore sorgen. Schließlich soll er die Lücke, die Max Kruses Weggang nach Wolfsburg gerissen hat, nicht nur schließen, er soll Lucien Favres Team sogar noch stärker machen in Borussias Champions-League-Premieren-Saison. Quasi als mitspielender Torgarant. "Ich möchte Josip nicht nur aufs Toreschießen reduzieren. Er ist ein Stürmer, der auch unheimlich viel für die Mannschaft arbeitet und Räume reißt, so, wie wir es uns ja auch vorstellen", hatte Sportdirektor Max Eberl schon bei Drmics Vorstellung betont.

Ex-Kollege: Drmic ist für 15 Tore gut

Wer sich bei Drmics Ex-Klub in Leverkusen umhört, wer ehemalige Mitspieler fragt, der erfährt, dass viele ihm in neuem Umfeld deutlich mehr zutrauen, als der Mann, der vor einem Jahr aus Nürnberg unters Bayer-Kreuz gewechselt war, in einer unbefriedigenden Vorsaison zeigen durfte. 15 Tore oder mehr werde Drmic für Borussia sicher schießen, ist sich ein Ex-Teamkollege sicher. Sechs waren es im Vorjahr in der Liga, er kam bei 38 Pflichtspieleinsätzen aber auch nur zehnmal von Beginn an zum Zug. In Gladbach soll nun alles besser werden. Drmic will zeigen, was er drauf hat. "Je näher ich am Tor bin, desto gefährlicher bin ich", sagt er.

Er baut dabei vor allem auf seinen Landsmann Lucien Favre und dessen nachgewiesene Fähigkeit, einen Spieler besser zu machen. "Mein Wunsch ist einfach, dass er auch mich besser macht, dass ich vieles von ihm lernen kann. Ich habe viel Positives über ihn gehört. Ich weiß, was er geleistet hat, ich weiß, wozu er fähig ist", sagte Drmic unlängst. Ob er bereits am Sonntag beim Telekom-Cup im Borussia-Park das erste Mal im neuen Trikot auflaufen und sich den Fans präsentieren wird, steht indes noch nicht fest. "Ich weiß es nicht. Vielleicht, das muss ich mit dem Trainer absprechen. Mal abwarten, wie die Einheiten so laufen", sagte Drmic gestern. Eins ist klar: Die nächsten Einheiten werden härter als seine erste.

Quelle: RP
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