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Borussia Mönchengladbach
Hahn: "Davon lasse ich mich nicht runterziehen"

André Hahn: "Davon lasse ich mich nicht runterziehen"
FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Ein Muskelfaserriss im Adduktorenbereich bremst den Borussen aus. Im Januar war es die Achillessehne. Doch Hahn bleibt optimistisch. Von Stefan Klüttermann

Die Frage, ob es einen guten Zeitpunkt für eine Verletzung gibt, wird vermutlich jeder Profisportler mit Nein beantworten. Aber, wenn es einen in einer Phase erwischt, in der man sich nach einer unbefriedigenden Rückrunde neu empfehlen will, und das Ganze auch noch auf einer neuen Position, dann ist eine Verletzung vielleicht noch mal einen Tick ärgerlicher als sonst. So wie der Muskelfaserriss im Adduktorenbereich, der André Hahn bei seinem Bemühen, sich um einen Platz als zentraler Stürmer bei Borussia zu empfehlen, empfindlich ausbremst. Doch Hahn wäre nicht Hahn, wenn er sich nicht auch in Momenten des Rückschlags kämpferisch geben würde. "Natürlich ist das doof, gerade auch mental, aber ich lasse mich nicht davon runterziehen", sagt der 24-Jährige.

Die beiden Testspiele des Wochenendes gegen den FC Porto (2:1) und Bursaspor (2:2) verpasste er zwangsläufig, und auch die Generalprobe am kommenden Samstag (15 Uhr) in Newcastle wird er wohl verpassen, aber zumindest das "bis auf Weiteres", was Borussia in der ersten Meldung zur Verletzung als Zeitspanne des Ausfalls angab, kann Hahn selbst inzwischen konkretisieren. "Ich denke, dass ich am nächsten Montag wieder zur Mannschaft kann", sagt er. Dann bliebe noch gut eine Woche bis zum Pflichtspielauftakt am 10. August im Pokal beim FC St. Pauli. Nicht viel Zeit, aber zumindest ein Ziel. Denn möglichst schnell wieder voll einsteigen zu können, ist gerade für einen ehrgeizigen Typen wie Hahn auch mental wichtig.

FOTO: Dirk Päffgen

Erst einmal muss er sich indes in Geduld üben. So wie im Januar, als er mit Vollgas in die Rückrunde starten wollte, dann aber plötzlich mit eingegipstem linken Fuß aus dem Borussia-Park stakste. Die belastete Achillessehne zwang ihn damals auf Anraten der medizinischen Abteilung zu einer Vollbremsung. Tageweise Schonung hatte damals nicht mehr geholfen. "Ich muss aufpassen, dass es nicht chronisch wird", sagte Hahn im Januar. Es folgten für ihn ziemlich zähe Tage in der Reha, und er gab dann auch unumwunden zu: "Es fällt mir wirklich schwer, den Jungs draußen beim Training zuzugucken und nicht dabei sein zu können." Doch zu viele Parallelen zum Rückrundenstart will Hahn in seiner aktuellen Situation dann doch nicht sehen. "Ich denke nicht, dass es vergleichbar ist mit den Tagen in Gips", sagt Hahn.

So nötig wie ein Kropf ist aber aus seiner Sicht auch dieser Muskelfaserriss. Denn in der eigenen Wahrnehmung sah und sieht sich der Ex-Augsburger durchaus auf einem guten Weg als Option fürs Sturmzentrum. "Ich war gut drauf. Klar, es fehlten die Tore, aber ich habe mir die Chancen herausgearbeitet. Und das ist wichtig. Die Tore kommen noch. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit der Vorbereitung", sagt Hahn.

Das ist André Hahn FOTO: Dieter Wiechmann

Beim 2:2 gegen Bursaspor in Herne durfte indes sein direkter Konkurrent und wohl erstmal gesetzter Kollege für ganz vorn weiter Eigenwerbung betreiben. Josip Drmic erzielte - diesmal vom Elfmeterpunkt - seinen schon dritten Testspieltreffer für Borussia und unterstrich damit die Annahme, dass in der kommenden Saison mit ihm oder Lars Stindl in jedem Fall ein Neuzugang die Strafstöße für Borussia übernehmen wird. Den zweiten Treffer von Marlon Ritter bereitete Drmic am Samstag zudem mustergültig vor. Youngster Tsiy William Ndenge hatte in Herne derweil Pech mit zwei Aluminiumtreffern.

Quelle: RP
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