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Borussia Mönchengladbach
Athletiktrainer Luisser: "Herausforderung, das zu meistern"

Borussia Mönchengladbach: Athletiktrainer Luisser: "Herausforderung, das zu meistern"
Enge Zusammenarbeit: Klaus Luisser (M.) kümmert sich in dieser Szene mit Teamarzt Dr. Stefan Hertl um Lars Stindl. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Klaus Luisser (38) ist wie Kapitän Martin Stranzl Burgenländer. Er hat Chris Weigl als Athletiktrainer abgelöst. Zuvor war er bei Red Bull Salzburg. Im Trainingslager sprach Karsten Kellermann mit ihm.

Herr Luisser, sind Ahtletiktrainer bei Fußballern unbeliebt?

Klaus Lussier (schmunzelt) Die Erfahrung habe ich noch nicht gemacht. Ich bin immer gut damit gefahren, den Jungs zu erklären, warum wir welche Übung machen. So ist immer Verständnis da, auch, wenn es anstrengend wird. Die Jungs wissen auch, dass man in der Vorbereitung den einen oder anderen Schweißtropfen mehr vergießen muss. Darum sind sie bereit, mehr zu machen.

Sie kommen in ein Team, das lange besteht. Ist das schwierig?

Luisser Ich habe mich im Vorfeld mit Chris viel ausgetauscht, ich spreche auch viel mit dem Trainerteam darüber, was sie in den vergangenen Jahren gemacht haben. Die waren ja sehr erfolgreich. Da sollte man nicht gleich alles verändern, auch wenn ich mit der Zeit sicherlich meine eigenen Ansätze einbringen werde. Chris und ich haben aber ähnliche Trainingsphilosophien. Wir beide wärmen gut auf, bauen sehr viel Flexibilität ein, machen ums Aufwärmen herum viel Koordination. Kraft-, Beinstabilisation- und Rumpfübungen machen wir vor allem auf dem Platz und nicht an Trainingsmaschinen. Das ist wahrscheinlich für die Fußballer angenehmer.

Wie wichtig ist die Kommunikation mit der medizinischen Abteilung und dem Trainerteam?

Luisser Sehr wichtig. Ich spreche täglich mit den Physios, Rehatrainer Andi Blum und den Ärzten. Ich muss wissen, ob jemand verletzt ist, ob es Blessuren gibt. Sonst kann ich mit den Jungs nicht richtig arbeiten.

Sie waren zuvor in Salzburg - ein hübscher Fleck.

Luisser Auf jeden Fall. Was Red Bull bietet, ist auch sehr professionell. Aber in Gladbach bin ich erstmals allein verantwortlich für die Athletik des Teams. Und Bundesliga, zudem der Pokal und die Champions League - das ist eine große Belastung für die Spieler. Es ist für mich eine Herausforderung, das zu meistern.

Wie groß ist der Anteil der medizinischen Abteilung und des Athletiktrainers am Erfolg?

Luisser Gladbach hat das ja bewiesen, wie wichtig das ist. Borussia hatte die Mannschaft, die in der Bundesliga am meisten gelaufen ist und die wenigsten Verletzten hatte. Das hängt zum Großteil von der Abstimmung mit dem Trainer ab, um die Belastung optimal koordinieren zu können. Es ist eine große Aufgabe, definitiv.

Quelle: RP
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