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Borussia Mönchengladbach
Auch gegen Bayern nichts Neues im Westen

25. Spieltag: Elf des Tages
25. Spieltag: Elf des Tages FOTO: afp, jd ej
Mönchengladbach. Lucien Favre ist in manchen Sachen echt emotionslos. Borussia spielt am Sonntag beim FC Bayern, dem aktuell besten Fußball-Ensemble der Welt, und der Trainer bleibt seinem Grundansatz treu. "Wir bereiten uns vor, um das Spiel zu gewinnen", gab der Schweizer Freitag bekannt. Von Karsten Kellermann

Daraus kann man leicht die Schlagzeile konstruieren: "Gladbach will die Bayern schlagen." Und das stimmt auch. Doch das hat nichts mit Größenwahn oder Verblendung zu tun, sondern ganz einfach damit, dass es für Favre zwar ein "spezielles" Spiel ist, aber am Ende doch eines wie jedes andere. In der Bundesliga definiert er jede Partie als schwer, er begegnet jedem Gegner ohne Angst, aber mit Respekt, ganz gleich ob es Liganovize Paderborn ist oder eben die Bayern.

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Zudem ist Favre ein Sportsmann, und als solcher will er ganz einfach aus jedem Spiel das Optimum rausholen. Und das sind nun mal die drei Punkte, die es für einen Sieg gibt. Das ist auch in München so. Dass fast jede Statistik eher für die Bayern spricht, weiß der Trainer, doch wie sonst auch geht er mit dem Ansatz an das Spiel: Es muss erst mal gespielt werden. Und das wird sein Team tun, wie sonst auch: Borussia wird versuchen, ihren Plan durchzubringen, sie wird versuchen, hinten kompakt zu stehen und sich vorn Chancen zu erarbeiten. Das werden weniger sein als in anderen Spielen, weswegen Favre darauf verweist, wie wichtig Effizienz ist. Wie immer. Auch, dass er morgen rotieren wird, ist nichts Neues im Westen.

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Dass Favre weiß, wie es geht in München zu gewinnen, hat er schon einmal bewiesen: 2011, beim 1:0-Erfolg. Dass er nur einer von zwei Gladbacher Trainern ist, die bei den Bayeren siegten, ist für Favre uninteressant. Doch er und Bernd Krauss, dessen Ensemble um Stefan Effenberg 1995 2:1 im Olympiastadion gewann, schafften, was nicht einmal die großen Meistertrainer Hennes Weisweiler und Udo Lattek hinkriegten. Setzt Borussia morgen Favres Grundansatz um, wäre er alleiniger Rekordhalter. Auch das wäre jedoch kein Grund für ihn, übertrieben emotional zu sein.

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Quelle: RP
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