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Borussia Mönchengladbach
Borussia ist in Dubai angekommen
Borussia in Dubai: Der erste Tag
Borussia in Dubai: Der erste Tag FOTO: Andre Schahidi
Dubai. Freitagnacht gegen halb zwei hat die Delegation von Borussia Mönchengladbach im "Meydan"-Hotel in Dubai eingecheckt. Der Begriff "Hotel" ist in dem Fall eigentlich untertrieben. Eigentlich ist das Meydan eine kleine Stadt mit Sportplätzen und angeschlossener Pferderennbahn. Von André Schahidi

Am Samstagmittag bat Trainer Lucien Favre bei moderaten 25 Grad in der Sonne erstmals auf den Platz. Der Rasen, so der Trainer, sei "in perfektem Zustand. Man kann toll trainieren hier". Am Nachmittag brachten Favre, Kapitän Filip Daems und Sportdirektor Max Eberl dann auch einen ersten PR-Termin hinter sich. Denn das von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gesponserte Trainingslager dient vor allem einem Zweck: Die Bundesliga im arabischen Raum zu promoten. Eigentlich dient es ausschließlich diesem Zweck. Gut, dass nebenbei noch ein bisschen Zeit zum trainieren ist.

Dubai an sich ist eine komplett andere Welt. Es ist ein Staat, der in der Wüste gebaut wurde. Und so steht mitten im Ödland plötzlich ein Wolkenkratzer. Oder eine Shopping-Mall. Riesige Autobahnen säumen das Land, denn wenn in Dubai etwas günstig ist, dann der Sprit. Es gibt noch eine zweite Art von Autobahnen: kilometerlange Stromtrassen, die überirdisch durch das ganze Land führen, hin zur Küste, wo die reichen Scheichs sich in gigantischen, energiefressenden Bauwerken übertroffen haben.

Ursprünglich sollte Borussia am Sonntag ein Testspiel gegen eine lokale Mannschaft bestreiten. Die lokalen Organisatoren finden jedoch keinen Gegner, der gegen die Gladbacher spielen will. Es täte Ihm wirklich leid, sagte Abdelkader Zitouni, der Programmdirektor von Dubai Sports, der Sender, um den sich die ganze Veranstaltung eigentlich dreht. Doch die Mannschaften in den Emiraten seien schwer beschäftigt: Es läuft der Liga-Pokal. Und die besten Spieler sind beim Golf-Cup tätig. Und ersatzgeschwächt, so Zitouni, wollte keiner gegen den Bundesligisten antreten.
 

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