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Borussia Mönchengladbach
Borussia kämpft gegen die Serienlos-Serie
Filip Daems' beeindruckende Elfmeter-Serie reißt
Filip Daems' beeindruckende Elfmeter-Serie reißt FOTO: dpa, fg hak
Mönchengladbach. Zum elften Mal in dieser Saison nimmt Borussia am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) Anlauf – in Wolfsburg soll die erste Mini-Serie von zwei Siegen in Folge klargemacht werden. Wie gut oder schlecht die Zeichen stehen, ist vermutlich Geschmackssache. Von Jannik Sorgatz

Borussia Mönchengladbach hat es seit mehr als 14 Monaten nicht geschafft, zwei Bundesligaspiele in Folge zu gewinnen. Zuletzt klappte das im Februar 2012 – 3:0 gegen Schalke, 2:1 in Kaiserslautern. Es war die Zeit, als "Borussia Barcelona" alles gelang. 14 Siege gab es danach, immer eingerahmt von Unentschieden oder Niederlagen.

"Moment", mag sich nun manch einer zu Wort melden, "am 34. Spieltag der Saison 2011/2012 gab es doch einen Dreier in Mainz, danach den Auftaktsieg am 1. Spieltag gegen Hoffenheim." Stimmt. Nur müsste sich nach demnach jeder Stürmer Anfang August den Vorwurf gefallen lassen, seit drei Monaten nicht mehr getroffen zu haben. Und die Union hat seit 2009 keine Bundestagswahl mehr gewonnen.

Borussias Serienlos-Serie ist durchaus beachtlich. Trotzdem bleibt ihr nichts anderes übrig, als es am Samstag zum elften Mal in dieser Saison zu versuchen mit dem zweiten Erfolg hintereinander. Gegner ist der VfL Wolfsburg. Das Fanprojekt rechnet mit mindestens 4000 Borussen. Zuerst denkt man als Gladbach-Fan bei dieser Auswärtsfahrt an das erste Nichtabstiegs-Wunder aus dem Jahr 1998 – Made in Wolfsburg. Aber dann hört es auch schon auf.

Letzter Sieg in Wolfsburg ist zehn Jahre her

2003, vor fast zehn Jahren gab es den zweiten und bis heute letzten Sieg in der VW-Stadt. Auswärtssiege in Bremen, Dortmund, Schalke, Düsseldorf und Freiburg liegen immerhin noch länger zurück. In Hoffenheim und Augsburg hat Gladbach im Oberhaus noch nie gewonnen. Eine Drei-Punkte-Machbarkeitsstudie würde wohl dennoch ergeben: In Wolfsburg kann man mal gewinnen. Zumal der VfL aus Niedersachsen das zweitschwächste Heimteam der Bundesliga ist und in dieser Spielzeit erst zweimal im eigenen Stadion gewonnen hat.

Vier Spieltage vor dem Saisonende bricht die Zeit an, in der sowohl Optimisten als auch Pessimisten genügend Futter für ihre Thesen finden. Schnittmenge dieser Thesen ist die Erkenntnis, dass Borussia irgendwo zwischen Platz vier und acht landen wird. Das wiederum könnte auch ein Robinson Crusoe im Rautentrikot prophezeien, der sich nach einem Jahr auf einer einsamen Insel erstmals wieder die Bundesliga-Tabelle ansieht.

Auch im Relegationsjahr 2011 hat es acht Anläufe gebraucht, bis die Mannschaft von Lucien Favre zwei Spiele in Folge gewann. Es war am letzten Aprilwochenende in Hannover, 73 Kilometer von dem Stadion entfernt, wo Borussia am Samstag, den 27. April 2013, unbedingt drei Punkte holen will. Drei der vier Konkurrenten spielen erst am Sonntag, parallel zur Borussia tritt der SC Freiburg beim FC Bayern an. Ein Sieg, und Gladbach steht vermutlich erstmals seit dem 1. Spieltag auf einem Champions-League-Platz – daran könnte selbst ein Pessimist nicht rütteln. 

Quelle: seeg
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