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Borussia Mönchengladbach
Torloser Test freut vor allem die Reservisten

Fotos: Borussia und St. Pauli trennen sich torlos
Fotos: Borussia und St. Pauli trennen sich torlos FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Beim 0:0 gegen den FC St. Pauli kommt Borussias Trainer Lucien Favre mit zwölf Feldspielern aus. Von Thomas Grulke

Ein paar Autogramme, hier und da ein Bild mit den Fans, die Interviews kurz gehalten - Borussias Spieler suchten schnell den Weg in die Kabine. Die Eile war allerdings keineswegs ein Ausdruck von Unzufriedenheit nach dem 0:0 gegen den FC St. Pauli. Die Stimmung bei den Gladbachern könnte angesichts des beeindruckenden 2:0-Sieges bei den Bayern und der blendenden Ausgangslage im Kampf um die Teilnahme an der Champions League generell besser kaum sein. Nein, beim torlosen Test gegen den Zweitligisten war es schlichtweg arg ungemütlich gewesen, so dass die Gladbacher den Fohlenplatz am Borussia-Park schleunigst verließen.

Das ist Patrick Herrmann FOTO: afp, agz

Abgesehen vom nass-kalten Ambiente waren die Profis jedoch froh über die Spielmöglichkeit am spielfreien Wochenende. "Es war ein guter Test. Vor allem für die Spieler, die zuletzt weniger zum Einsatz gekommen sind, ist es wichtig, etwas Spielpraxis zu sammeln", sagte Roel Brouwers. In Abwesenheit seiner neun Nationalspieler hatte Trainer Lucien Favre nur einen überschaubaren Kader beisammen, wobei er Martin Stranzl und Oscar Wendt zusätzlich schonte.

Rangliste: Das sind Borussias Topscorer 2014/15 FOTO: dpa, dna jai

So waren es kaum berücksichtigte Routiniers wie Thorben Marx oder Filip Daems sowie die Talente Marvin Schulz und Mo Dahoud, die sich am meisten über das Testspiel gegen das Zweitliga-Schlusslicht gefreut haben dürften. "Klar war es schön, mal wieder dabei zu sein", sagte Marx. Große Spielfreude versprühte Borussia gegen die Hamburger über weite Strecken der Partie allerdings nicht. Gegen gut gestaffelte Gäste tat sich der Bundesligist schwer, überhaupt zu Torabschlüssen zu kommen. Einzig Marx und Dahoud versuchten es aus der Distanz, zielten aber zu ungenau.

Fohlenelf nach zwei freien Tagen zurück auf dem Platz FOTO: Dirk Päffgen

Auf der anderen Seite traf St. Paulis Kyoung-Rok Choi mit einem schönen Schlenzer die Latte (22. Minute). Es war die beste Szene in einer ersten Halbzeit, in der sonst nur noch Hamburgs Trainer Ewald Lienen auffiel. Der Ex-Borusse echauffierte sich über ein Foul Ibrahima Traorés derart, dass ihn Schiedsrichter Christian Bandurski zu den Fans hinter die Trainerbank schickte. Nach 60 Minuten - Borussia spielte mittlerweile mit Alvaro Dominguez als Rechtsverteidiger und dem Sturmduo Patrick Herrmann/André Hahn - wurde die Partie doch noch lebhaft. Hahn prüfte Gäste-Torwart Phillip Tschauner ebenso mit einem Flachschuss wie wenige Minuten später Thorgan Hazard. Janis Blaswich im Gladbacher Tor konnte sich aber ebenso auszeichnen, vor allem bei Lennart Thys Kopfball aus kurzer Distanz, den Blaswich mit einem glänzenden Reflex entschärfte.

"St. Pauli hat richtig Gas gegeben, es ging ordentlich zur Sache. Am Ende wurden beide Mannschaften müder, und wir hatten einige Chancen. Leider haben wir kein Tor gemacht", sagte Brouwers. Doch viel wichtiger als das Ergebnis war die Erkenntnis, dass sich keiner verletzt hat oder krank geworden ist - trotz der nass-kalten Witterung am Samstag, die so gar nicht passen wollte zur aktuellen Stimmungslage rund um den Borussia-Park.

Borussia Blaswich - Jantschke (46. Dominguez), Brouwers, Schulz, Daems - Marx, Dahoud - Traoré, Hazard - Raffael (46. Herrmann), Hahn. Zuschauer 1300.

Quelle: RP
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