| 18.51 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Alle Fans durften Grenze zur Schweiz passieren

Borussia Mönchengladbach: Alle Fans durften in die Schweiz einreisen
Die meisten Borussia-Fans machten sich von der Berner Altstadt zu Fuß auf den drei Kilometer langen Weg zum Stadion. FOTO: Nils Hagemann
Weil am Rhein. 10.000 Fans in Rom, 8000 Fans in Zürich – und auch diesmal zum Spiel in Bern bewegt sich die Reisefreudigkeit der Borussia-Fans in rekordverdächtigen Sphären. Die Bundespolizei zog eine positive Bilanz der intensiven Grenzkontrollen.

Die meisten Fans fuhren bei Weil am Rhein ganz im Südwesten Deutschlands über die Grenze. Busse waren aufgrund der kurzen Planungszeit nach der Auslosung und dem nicht ganz so weit entfernten Ziel ein besonderes beliebtes Reisemittel.

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein durften alle Borussen in die Schweiz einreisen. Besonderes Augenmerk legten die Beamten demnach auf zwei Doppeldeckerbusse mit insgesamt 173 Personen, von denen 49 bereits im Zusammenhang mit Fußballspielen gewalttätig aufgefallen seien. Wie die Bundespolizei in ihrer Meldung schreibt, sei nach genaueren Kontrollen in der Nähe der Busse eine Tüte mit Bengalos und Sturmhauben gefunden worden. Sie habe jedoch keinem der Reisenden zugeordnet werden können.

1900 Euro bezahlt und weitergereist

Kurios mutet die Geschichte eins Borussia-Fans an, der mit zwei Haftbefehlen ausgeschrieben war. Er entging nicht nur der Einlieferung in die JVA, weil er 1900 Euro rechtzeitig bei seiner Bank auftreiben konnte, sondern durfte auch weiterreisen nach Bern. 

Dort ist mit 7000 bis 9000 Borussen im Stade de Suisse zu rechnen, in das 32.000 Zuschauer passen. Der VfL hatte offiziell 5400 Karten erhalten, ein mehr als dreimal so großes Kontingent wie üblich. Um 17 Uhr meldeten die Young Boys Bern, dass für ihre eigenen Fans noch 1400 Tickets erhältlich seien. Gegen 18 Uhr setzte sich dann der Fanmarsch der Gladbacher Fans von der Berner Altstadt zum Stadion in Bewegung. Dabei gab es nach ersten Erkenntnissen keine Zwischenfälle.

(jaso/ots)
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