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Borussia Mönchengladbach
Hahn: "Am besten zwei Tage in die Eistonne"

Borussia Mönchengladbach: André Hahn will nur noch in die Eistonne
André Hahn hat gegen Stuttgart gleich mehrere gute Chancen ausgelassen. FOTO: rtr, MDA
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hat gegen den VfB Stuttgart das vierte Spiel binnen elf Tagen absolviert. Nach der Partie sprach André Hahn über die hohe Belastung und seine vergebenen Chancen beim 2:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart.

Herr Hahn, wie schwer waren die Beine?

André Hahn Es war natürlich nicht leicht für uns nach diesen Wochen mit der ganzen Reiserei, dann heute wieder voll konzentriert und frisch auf dem Platz zu stehen. Ich denke, wir haben es sehr gut gemacht, sind zwar ein bisschen zäh ins Spiel gekommen, haben uns dann aber gesteigert. Das 1:0 hat natürlich viel dazu beigetragen, dass das Spiel dann ein bisschen leichter lief. Wir haben die Partie dominiert, wenig zugelassen, hatten sehr viele Torchancen. Wir mussten den Sack nur viel, viel früher zumachen, dann läuft das Spiel auch ruhiger. Das ist uns leider nicht geglückt, aber am Ende haben wir gewonnen, und das zählt.

Ist es genau diese Qualität, die es derzeit braucht, die erste Chance zu nutzen, wenn es gerade am Anfang so schwer geht?

Hahn Ja, wir wussten, dass wir dringend dieses eine Tor brauchen, dass es sehr wichtig für uns ist. Und wir sind froh, dass wir es schon in der ersten Halbzeit gemacht haben. Es wäre nur schön gewesen, wenn wir früher alles klar gemacht hätten.

Sie selbst hatten einige aussichtsreiche Chancen, vor allem nach Fabian Johnsons Querpass. Haben Sie den Ball nicht richtig erwischt?

Hahn Ja, richtig. Ich musste natürlich mein Tor machen, das ist mir heute leider nicht geglückt. Heute habe ich eher als Vorbereiter geglänzt, das ist auch mal was Schönes. Natürlich hätte ich es schön gefunden, wenn Fabian sich mit einer Vorlage revanchiert hätte, aber ich habe einfach den Ball nicht richtig getroffen. Eine meiner Chancen muss ich auf jeden Fall nutzen, und normalerweise mache ich die auch.

Wie ist die eigene Gefühlslage, wenn man zwei, drei Großchancen vergibt?

Hahn Man hadert kurz, aber man darf nicht lange darüber nachdenken. Man hat auch nicht lange Zeit, darüber nachzudenken. Die Chance ist vergeben, ich kann es eh nicht mehr ändern. Sich den Kopf zu zerbrechen, wie ich es dann das nächste Mal mache, das ist Schwachsinn. Das können wir jetzt nach dem Spiel analysieren, aber auch dem Platz macht man sich keine großen Gedanken mehr, sondern versucht einfach, die nächste Chance wieder zu nutzen.

Ihr Pass mit der Hacke auf Fabian Johnson kam genau in den Lauf. Haben Sie ihn starten sehen?

Hahn Ja. Ich habe in der Presse gelesen, dass ich nicht so der Filigrantechniker bin, da habe ich mir gedacht, ich zeige ich mal, dass ich es doch kann.  Im Ernst: Ich habe Fabi im Rücken starten sehen und dachte mir: probiere es einfach. Ich bin froh, dass der Ball angekommen ist und dass ich so Fabi den Ball auflegen konnte.

Müsste sich die Mannschaft jetzt einmal zwei Tage richtig ausruhen, da mit Frankfurt wohl wieder ein härteres Kaliber wartet?

Hahn Natürlich müssen wir uns sehr gut regenerieren und uns schön in die Eistonne legen, am besten die ganzen zwei Tage. Es ist natürlich für den Körper schon sehr anstrengend. Wir haben nicht so viele Möglichkeiten, zu rotieren, weil wir eben auch viele Verletzte haben. Das macht die Sache nicht leichter, ist aber auch keine Ausrede. Wir werden gut regenerieren, wir sind Profis, und es ist unsere Aufgabe, am Freitag wieder fit auf dem Platz zu stehen.

Auf der anderen Seite will sicherlich jeder Spieler trotzdem jede Partie bestreiten…

Hahn Ja, natürlich. Man freut sich, jedes Spiel spielen zu können. Man trainiert, um auf dem Platz zu stehen und versucht, alles zu geben. Und ich finde auch, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir hatten die Partie voll und ganz im Griff.

Haben Sie irgendein Wunschlos? Oder ist es egal, Hauptsache es werden nicht die Bayern?

Hahn Ich würde mich freuen, wenn wir ein Heimspiel kriegen, dann können auch gerne die Bayern kommen. Wir können es sowieso nicht ändern. Wir sind einfach froh, dass wir eine Runde weiter sind und freuen uns auf die Auslosung.

Aufgezeichnet von Thomas Grulke

Quelle: RP
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