| 19.28 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Hahn wirft gegen Bayerns Weltmeister alles in die Waagschale

Bayern - Gladbach: Einzelkritik
Bayern - Gladbach: Einzelkritik FOTO: Dirk Päffgen
München. André Hahns Trikot war grün vom Rasen, auch sein rechter Stutzen. Es waren die Zeichen des Kampfes, den Borussias Offensivmann geboten hatte an diesem Tag. Er belohnte sich und alle Borussen mit einem strammen Schuss, der im Tor von Manuel Neuer einschlug und den Gladbachern ein 1:1 beim Rekordmeister bescherte. Von Karsten Kellermann

Hahn sprach danach über …

… die Leistung in München: "Wir haben auch heute eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben in München mit sehr viel Risiko gespielt, haben Mann gegen Mann gespielt  – und das gegen eine Weltklassemannschaft, die trotz der Aufstellung heute noch vier amtierende Weltmeister auf dem Platz hatte und weitere Weltklassespieler. Wir haben uns wieder zerrissen und wurden für unser Risiko belohnt."

… die erste Halbzeit: "Wir haben, denke ich, schon vor der Pause ein gutes Spiel gemacht. Das eine oder andere Mal fehlte da einfach der entscheidende Pass oder wir Stürmer hatten nicht den richtigen Laufweg. Wir haben uns vorgenommen viel in die Tiefe zu spielen, weil die Bayern sehr hoch verteidigen und wir vorn schnelle Leute haben. Es ist uns leider in der ersten Halbzeit wenig geglückt, hinter die Kette zu kommen."

… das Tor zum 1:1: "Lars (Stindl) bietet sich in der Tiefe an, kriegt den Ball, spielt ihn durch – es war ein überragender Pass. Bei der Hereingabe von Patrick Herrmann kurz davor fehlen Millimeter, ich habe den Ball quasi noch am Fuß gespürt. Vielleicht muss ich mit dem linken Fuß hingehen, um wirklich ran zu kommen, aber so eine Entscheidung trifft man binnen Hundertstelsekunden."

… seine große Energie: "Vielleicht ist es für mich ein Vorteil, dass ich so lange pausiert habe. Viele andere Spieler hatten eine lange Saison, ich bringe noch ein bisschen Frische rein und bin vielleicht noch viel gieriger als die anderen. Ich hatte fünf Monate kein Spiel und daher nicht so eine hohe Belastung"

… die Gründe für sein tolles Comeback: "Das ist Mentalität. Mentalität ist was Großes und reine Kopfsache. Wenn man keine Angst hat, in die Zweikämpfe zu gehen und seinem Körper voll vertraut, dann kann man auch gleich Vollgas geben. Ich kenne meinen Körper sehr gut, habe in der Reha  gemerkt, dass ich an der Bruchstelle an meinem Bein nichts mehr gemerkt habe und voll reingehen kann. Außerdem macht es mir das Team leicht, ich werde super ins Spiel eingebunden und habe das Vertrauen des Trainers. Es passt alles."

… die verdorbene Meisterfeier der Bayern: "Wir wollten ja auf jeden Fall punkten – und es fühlt sich sehr gut an, hier in München gegen Manuel Neuer, den Weltmeister, zu treffen. Aber am Ende zählt nur der Erfolg der Mannschaft. Wir haben es als Team sehr gut gemacht."

… die Gründe, die für Platz vier sprechen: "Wir haben als Team eine sehr gute Mentalität, jeder einzelne für sich, das haben wir heute wieder gezeigt. Und mit dieser Einstellung können wir auch Vierter werden. Dafür werden wir uns in den letzten beiden Spielen zerreißen und alles raushauen."

(kk)
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