| 17.45 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Schubert schont angeschlagenen Sommer und Elvedi

Das ist Yann Sommer
Das ist Yann Sommer FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Für einen, der gerade eine Kapselverletzung hatte, ist ein Kunstrasen sicherlich nicht eben das optimale Geläuf. Von daher verwundert es nicht, dass nach dem erfolgreichen Champions-League-Play-off auf dem künstlichen Untergrund in Bern (3:1) der zuvor verletzte rechte Fuß von Borussias Torhüter Yann Sommer "eine Reaktion zeigte", wie Trainer André Schubert am Freitag sagte. Von Karsten Kellermann

Das heißt: Sommer hat wieder Schmerzen und kann am Samstag im Pokalspiel beim Regionalligisten SV Drochtersen/Assel nicht dabei sein. Für ihn wird wohl Tobias Sippel, die Nummer zwei, im Tor stehen.

Das indes dürfte nur eine von mehreren Änderungen sein, die Schubert vornimmt. Zum einem, weil auch Nico Elvedi, am Dienstag ebenfalls Startelf-Teilnehmer in Bern, nicht im Kader ist. Auch der zweite Schweizer wird geschont und reiste daher nicht mit in den hohen Norden. Zum anderen hat Schubert am Freitag noch einmal betont, dass er sein Team immer nach den aktuellen Gegebenheiten formieren wird: "Wir stellen nach der Art des Spiels, dem Gegner, der Formkurve und nach dem Fitnesszustand der Spieler auf. Unseren Kader bilden 18 Spieler plus die Perspektivspieler, die auch schon sehr nah herangerückt sind", sagte er.

"Drei bis vier Änderungen" werde der Trainer vornehmen, vermutete André Hahn, in Bern zunächst Bank-Angestellter, dann erfolgreicher Joker, gleich nach dem Erfolg in der Schweizer Hauptstadt. Da hinten Elvedi wegfällt, wird es sowieso eine Änderung in der Abwehr geben. So könnte Tobias Strobl zurück in die Dreierkette rücken und Mo Dahoud oder/und (je nach Grundordnung) Jonas Hofmann im Mittelfeld zum Einsatz kommen. Doch Es gibt viele andere Optionen. Ein Fünfer- bis Siebener-Kette des Gegners gilt es wohl zu knacken im kleinen Khedinger Stadion. Setzt Schubert auf Kreativität (Raffael, Stindl, Hazard) oder auch Power (Hahn) ganz vorn? Dass André Hahn nahe seiner Heimat – Otterndorf ist 45 Kilometer von Drochtersen entfernt – sicher auf einen Einsatz brennt, ist zu vermuten. Und auch, dass er die Chance bekommt, sich zu zeigen. Das wäre dann die Belohnung für sein wertvolles Tor in Bern.

Dass Rotation auch bedeutet, dass er Spielern die Bank antun muss, weiß Schubert. "Jede Woche wird es Spieler geben, die nicht im Kader sind oder nicht von Anfang an spielen, obwohl sie in Top-Verfassung sind und die Berechtigung dazu hätten", sagte Schubert. Sicher nicht spielen wird auch Nico Schulz. "Mit ihm ist besprochen, dass er am Samstag und in der nächsten Woche bei der U23 spielen wird. In der Länderspielpause wird er dann gegen Hannover 96 das dritte Spiel hintereinander bestreiten. Er soll in diesen Spielen über 80 oder 90 Minuten Wettkampfhärte bekommen. Das ist wichtig", sagte Schubert.

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