| 16.30 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Schubert vertraut voll auf die Stärken seiner Mannschaft

Die Schubert-Tabelle
Die Schubert-Tabelle FOTO: afp, oa-iw
Mönchengladbach. Fünf Spieler werden Borussia Mönchengladbach am Samstag im Duell mit Borussia Dortmund fehlen, so wenige wie lange nicht. Trainer André Schubert gab sich vor dem Rückrundenstart zuversichtlich – und verkündete einen "Neuzugang".

"Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen", hat der österreichische Trainer Josef Hickersberger mal gesagt. Gladbachs Coach Schubert besitzt offenkundig mehr Vertrauen in seine Mannschaft. "Auf Dauer werden wir immer weiter an den Punkten arbeiten, die uns in der Hinrunde stark gemacht haben. Auch gegen Dortmund wird es wichtig sein, sich darauf zu konzentrieren, was uns ausgemacht hat", ließ der 44-Jährige keine Zweifel an den Fähigkeiten seiner Mannschaft zu.

So stimmte er auch seinem Torwart Yann Sommer zu, der gesagt hatte, es sei ihm egal, wie viele Tore die Borussia kassiert, solange sie stets eins mehr schießt als der Gegner. So banal kann es sein, aber eben nicht immer ganz so einfach, wie 30 Gegentore in der Hinrunde beweisen.

Vier davon gab es gegen Dortmund am ersten Spieltag, lang ist's her. Für Schubert ist es das erste Duell mit dem BVB in der Bundesliga, das er selbstbewusst angeht. "Wenn Borussia Dortmund kommt, weißt du, dass du gegen eine der beiden Top-Mannschaften momentan spielst. Dortmund wird aber auch mit Respekt zu uns fahren."

Fotos: Gladbach bereitet sich auf den BVB vor FOTO: Dirk Päffgen

Dass der Tabellenzweite noch weitaus mehr Treffer erzielt hat als Gladbach, bereite ihm keine Sorgen. "Wir haben auch eine ganz gute Quote. Beide haben auch schon mal Spiele gehabt, in denen sie zu viele Tore kassiert haben. Das eint uns mit Borussia Dortmund." Gerade deshalb sei eine gute Ordnung wichtig. Zuletzt beim 2:5 in Bochum oder in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Hertha war sie abhanden gekommen.

Personell ließ sich Schubert kaum in die Karten schauen. Die beiden Neuzugänge Martin Hinteregger und Jonas Hofmann würden aber auf jeden Fall im Kader stehen. Bei Hinteregger verwies der Trainer auf seinen konditionellen Rückstand, außerdem müsse der Österreicher die Spielweise des VfL noch besser kennenlernen. "Er ist grundsätzlich ein Spieler, der sehr hoch verteidigen kann. So wie es sein bisheriger Verein gemacht hat, ist es mir aber zu wild und zu viel", sagte Schubert über den ehemaligen Salzburger.

Eine ganz schön lange Aufgabenliste für einen Mann, dem ansonsten auch mangels Alternativen gute Startelf-Chancen eingeräumt werden. Auch bei Hofmann gebe es noch Kennenlern-Bedarf, sagte Schubert. An der Stelle des ehemaligen Dortmunders könnte Ibrahima Traoré beginnen.

Erinnerungen an 2010/2011

Sportdirektor Max Eberl betonte, dass nach der überraschenden Aufholjagd in den meisten Rückrundenspielen auf Gladbach die Favoritenrolle zukommen werde, gegen den BVB jedoch eher nicht. "Die Tabelle ist eine Momentaufnahme, die Bundesliga ist so eng. Wir haben das mal erfahren, was passieren kann, als Frankfurt nach der Hinrunde Sechster war, wir abgeschlagen Letzter – und am Ende ist Frankfurt abgestiegen", unterstrich Eberl den Alles-ist-Möglich-Charakter der Liga.

Gute Nachrichten gab es von einem der fünf Spieler, die am Samstag fehlen werden: André Hahn ist in der Nacht zum Donnerstag Vater geworden. "Sie sehen, Borussia ist sehr produktiv, was die Nachwuchsarbeit betrifft", sagte Schubert.

 

 

(jaso)
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