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Borussia Mönchengladbach
Schubert sind Statistiken egal

Das ist André Schubert
Das ist André Schubert FOTO: dpa, fg fdt
Mönchengladbach. Gladbachs Trainer warnt vor der Laufstärke des heutigen Gegners Freiburg. Von Jannik Sorgatz

André Schubert hat als Trainer von Borussia Mönchengladbach noch kein komplettes Jahr hinter sich. Was Borussia ab heute blüht, kennt er allerdings schon zur Genüge: Englische Dauerwochen mit 14 Spielen in 56 Tagen. Schubert wurde am 21. September 2015 nicht nur ins kalte Wasser geworfen, das Becken schien gänzlich leergepumpt. Trotzdem bewältigte Gladbach einen Block mit elf Spielen in 46 Tagen unter dem damaligen Interimstrainer beinahe ungeschlagen: Sieben Siege, drei Unentschieden gab es und nur eine Niederlage gegen Manchester City in der Champions League.

Die Vorfreude auf das Wiedersehen am Dienstag muss aber noch warten. Denn die heutige Aufgabe in der Bundesliga ist eine, die Borussia in der Vergangenheit so gar nicht geschmeckt hat. Beim SC Freiburg hat sie nur eines ihrer 14 Erstligaspiele gewonnen, 2002 erzielte Arie van Lent das Tor zum 1:0-Sieg. "Ich habe nichts gegen Statistiken, sie sind mir nur völlig egal", sagt Schubert. "Mich interessiert mehr, dass Freiburg die laufstärkste Mannschaft des ersten Spieltags war, dass sie Dreier-, Vierer- und Fünferkette spielen können, dass sie bei Standardsituationen sehr gefährlich sind. Alles andere hat für mich keinen Einfluss."

Gladbach seit 1972 nicht mehr mit vier Siegen gestartet

Tatsächlich gibt es für den 45-Jährigen keinen Grund, sich Negativserien zu widmen, die begannen, als er noch beim KSV Baunatal in der Oberliga spielte. "Wir haben einen nicht ganz unkomplizierten Block hinter uns, haben ihn aber gut gemeistert", sagt Schubert. Das ist sogar ein wenig untertrieben, mit vier gewonnenen Pflichtspielen ist Gladbach seit 1972 nicht gestartet. "Der Unterschied zum vergangenen Jahr ist, dass wir personell so aufgestellt sind, dass wir mal wechseln können", sagt Schubert.

Das mit dem Wechseln hat er bislang beherzigt. Die Härtefälle, die das bisweilen produziert, sind das einzige Problem, wenn auch ein luxuriöses, mit dem alle Beteiligten bestens umgehen. Eher ungern werden sie in Gladbach vernommen haben, wen Freiburgs Trainer Christian Streich als potenzielle Herausforderer des FC Bayern nannte. "Dortmund, Leverkusen, Schalke, Gladbach - da fallen mir spontan mehrere Teams ein, die infrage kommen", sagte Streich. Wenn Gladbach beim Aufsteiger gewinnt, würde das die Einschätzung nicht gerade widerlegen.

Quelle: RP
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