| 17.27 Uhr

Borussias Hinrunden-Eindruck
Auf Hamburg kommt es an

Borussia Mönchengladbach: Auf das Spiel gegen den Hamburger SV kommt es an
Wohin geht der Borussen-Blick in der Winterpause? Das fragt sich wohl nicht nur Raffael. FOTO: dpa, sts
Meinung | Mönchengladbach. In einer Saison, in der in jedem Spiel eine neue Tendenz entsteht, kommt dem Spiel gegen den HSV eine besondere Bedeutung zu. Um die Hinrunde ins rechte Licht zu rücken, braucht Borussia den maximalen Erfolg.

Ist es die Luft im Breisgau? Sie ist ja recht rein, und vielleicht schläfert genau das die Borussen ein. Das ist seit vielen Jahren so, seit 15 genaugenommen, und auch am Dienstagabend hat sich nichts daran geändert. Schade ist das, denn nun laufen die Borussen tatsächlich Gefahr, die bislang gute Hinrunde zu verwässern. Klar ist: Treten sie am Freitag gegen den Hamburger SV ähnlich auf wie in Freiburg, dann wird es ein ernüchternder Abschluss des ersten Saisonteils. 25 Punkte nach 15 Spielen waren gut, 25 nach 17 Spielen wären hingegen einigermaßen unbefriedigend.

Allerdings: Gibt es einen Dreier gegen den HSV, dann würde Borussia die Punkte 26, 27 und 28 einsammeln. Eben diese 28 Punkte gab es auch schon in der Rückrunde der vergangenen Saison – das würde dann für Kontinuität stehen. Zumal 56 Punkte in einem Jahr eine klare Europa-Bilanz wären.

Nun mag man sagen: Aber bitte, ein Spiel macht nicht die Tendenz aus. Antwort: Doch! In einer Saison, in der in jedem Spiel eine neue Tendenz entsteht, ist das so. Zumal die Borussen im erneuten Nicht-Sieg-Fall aus den letzten vier Liga-Spielen des Jahres nur einen Punkt oder zwei Punkte geholt hätten – gegen Teams, die zum Teil deutlich hinter ihnen stehen. Das könnte am Ende noch teuer werden. Man denke nur an die vergangene Saison: Da schrammte Gladbach knapp am internationalen Geschäft vorbei, drei, vier Punkte waren es, die fehlten.

Darum müssen die Borussen nun alles daran setzen, den Hamburger SV zu besiegen. Denn nur dann würden die Borussen tatsächlich dem nachkommen, was Trainer Dieter Hecking gefordert hat, nämlich, sich gut für die Rückrunde zu positionieren. Sie haben es richtig gut hinbekommen gegen die Bayern, da haben sie gewonnen. Seitdem stagnieren die Gladbacher. Auch, weil die vorher auswärts an den Tag gelegte Aggressivität sowohl in Wolfsburg als auch in Freiburg fehlte. Und genau das ist ärgerlich.

Noch sind die Borussen in der Heim-Auswärts-Gegenrechnung im Plus. Zehn Zähler gingen daheim verloren, elf wurden in der Fremde gewonnen. Was Letzteres angeht, ist nichts mehr zu ändern, in Freiburg verabschiedete sich Borussia mit einer Leistung aus dem Reisezyklus, die den vielen guten Auswärtsspielen des Jahres nicht gerecht wurde. 29 Punkte wurden insgesamt auf des Gegners Plätzen eingesammelt im Jahr 2017 in 18 Spielen, das ist höchst beachtlich.

Leider jedoch zählt immer der letzte Eindruck. Und das ist der aus Freiburg. Den nimmt man mit ins neue Jahr, und es ist der Eindruck einer Borussia, der "alles fehlte", wie Hecking einigermaßen bedient feststellte. Diesen Eindruck gilt es nun da zu korrigieren, wo sich die Borussen oftmals schwer taten 2017: im Borussia-Park. Einmal wird da noch gespielt in der Liga, und dieses Spiel wird den Eindruck von Freiburg entweder bestätigen oder revidieren. Letzteres wäre bitter nötig, denn sonst wird man sich arge Gedanken machen um die Borussen und ihre Optionen für das neue Jahr. Auf Hamburg kommt es also an.

Weil danach noch das Pokalspiel gegen Leverkusen kommt, sei den Borussen nun die Maxime des maximalen Erfolgs empfohlen.

 
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