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Borussia Mönchengladbach
Auf den Spuren der Borussia

Übersicht: Die Einsatzzeiten der Borussen
Übersicht: Die Einsatzzeiten der Borussen FOTO: Dirk Päffgen
Düsseldorf. Mönchengladbachs Fußballverein ist in der gesamten Stadt erlebbar. Die Wiege des Klubs steht in Eicken, unweit davon war das Bökelbergstadion. Von Thomas Grulke

Günter Netzer, Berti Vogts und Hacki Wimmer sind wieder in bester Verfassung. Ob Beine, Arme oder Finger – alles ist 2012 generalüberholt worden. Seitdem stehen die drei Fußballer wieder an ihrem angestammten Platz an der Eickener Straße – als bewegliches Denkmal für die ruhmreiche Fohlenelf. Früher waren von dort aus die Flutlichtmasten des Bökelbergstadions zu sehen. Doch Borussia ist längst umgezogen in den Nordpark. Erlebbar ist Gladbachs berühmter Fußballverein aber in der gesamten Stadt.

Borussia, das ist beileibe nicht nur das Bundesliga-Heimspiel alle zwei Wochen im Borussia-Park. Oder ein Besuch beim Training. Vor allem Fans, die aufgrund einer weiten Anreise vielleicht seltener die Gelegenheit haben, ihre Borussia live zu sehen, sollten sich einmal die Zeit nehmen, in Gladbach noch andere Borussen-Orte zu besuchen. Anfangen könnten sie unweit des Stadions im Fanhaus. Nur wenige Gehminuten vom Borussia-Park entfernt hat das Fan-Projekt an der Gladbacher Straße sein Zuhause. Das Fanhaus hat sechs Tage in der Woche geöffnet und heißt nicht nur die 5600 Fanprojekt-Mitglieder willkommen. Die Borussen-Fans können im Vereinsheim Gleichgesinnte treffen und die vielen Originaltrikots, Bilder und Fanschals an den Wänden bestaunen. "Nirgendwo anders ist Borussia so erlebbar. Es ist sozusagen eine ständige Ausstellung zu unserem Verein", sagt Matthias Neumann vom Fanprojekt.

Borussia Mönchengladbach: Scorerliste der Saison 2015/16 FOTO: ap

Borussias Wiege steht jedoch in Eicken. Dort wurde der Klub im Jahr 1900 gegründet und ist bis heute tief verwurzelt mit dem Stadtteil. Nicht umsonst steht hier die bronzene Skulptur mit den beweglichen Plastiken der Fohlen-Kicker Netzer, Vogts und Wimmer, die 1981 als Erinnerung an den fünfmaligen Deutschen Meister aufgestellt wurde. Wenige Meter vom Denkmal entfernt ist das "Alt Eicken". Es ist eine jener Traditions-Gaststätten im Viertel, die noch heute mit großen Fotos in den Gasträumen an die Historie der Fohlenelf erinnern. Am Aretzplätzke ist zudem eine Borussen-Raute in den Boden eingearbeitet. Und zwischen Raute und Denkmal hat Borussia auf der Eickener Straße einen Zehn-Tonnen-Fußball aufstellen lassen.

"Die Spende soll ein Zeichen unserer starken Verbundenheit zu Eicken sein", sagte Borussias Pressesprecher Markus Aretz bei der Installation der riesigen Granitkugel. Wer die Wiege der Borussia besucht hat, sollte auch aufsteigen - zum Bökelberg. Auch wenn Borussias Spielstätte nur auf 60,5 Metern Meereshöhe lag, war das 34.500 Zuschauer fassende Stadion über Jahrzehnte ziemlich imposant. Nachdem die Borussia 2004 in den Nordpark zog, wurde der Bökelberg abgerissen, ganz verschwunden ist er in dem Neubaugebiet aber nicht. Die begrünten Trassen mit den Treppenaufgängen zwischen den beiden Ebenen erinnern an die steilen Ränge des Stadions.

Quelle: RP
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