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Borussia Mönchengladbach
So langsam rückt die Champions League in den Fokus

Wissenswertes über die Play-offs zur Champions League
Wissenswertes über die Play-offs zur Champions League
Mönchengladbach. Das Reglement der Champions League ist 108 Seiten lang und besteht aus 86 Artikeln sowie den Anhängen A bis G. Dass der Wettbewerb im Prinzip aus vier Teilwettbewerben besteht, findet sich in dem Dokument jedoch an keiner Stelle. Borussia Mönchengladbach wird erst im zweiten Teil eingreifen, den Play-offs, und peilt den dritten Teil an, die Gruppenphase. Von Jannik Sorgatz

Momentan läuft noch die zweite Qualifikationsrunde, an der unter anderem die Meister aus Island, Montenegro und Nordirland teilnehmen. Fußballkulturelles Highlight war bislang der Sieg des Lincoln Red Imps FC aus Gibraltar gegen Schottlands früher mal und heute irgendwie nicht mehr so ruhmreichen Meister Celtic Glasgow.

Am Freitag wird die Qualifikation aus Borussia-Sicht zum ersten Mal relevant. Dann wird in der Uefa-Zentrale in Nyon die 3. Runde ausgelost – einerseits auf dem Meisterweg, andererseits auf dem Platzierungsweg, wo Gladbachs zehn mögliche Play-off-Gegner ins Spiel kommen. 

Zwei Töpfe gibt es, die sich so zusammensetzen:

  • Gesetzt: Schachtjor Donezk, Ajax Amsterdam, RSC Anderlecht, Fenerbahce Istanbul, Sparta Prag
  • Ungesetzt: Paok Saloniki, Steaua Bukarest, AS Monaco, Young Boys Bern, FK Rostow

Es wird auf jeden Fall zwei Duelle geben, in denen Teams mit einem schlechteren Uefa-Koeffizienten aufeinandertreffen. Die sind für die Borussia zu vernachlässigen, wenn es um die Frage geht, ob sie es am 5. August noch in den sportlich günstigeren Topf schafft. Ein besonderes Augenmerk wird den Partien mit Beteiligung von Donezk, Amsterdam und Anderlecht gelten. Nur eines dieser drei Teams darf sich durchsetzen, damit Gladbach in den Play-offs gesetzt ist.

Die Abende des 2. und 3. August  werden also einigermaßen spannend: Während die Borussia in Chemnitz und Kassel testet, kristallisieren sich nach monatelanger Wartezeit die fünf möglichen Play-off-Gegner heraus. 

Noch gibt es Tickets für das Heimspiel

Stand heute lässt sich nur sagen, dass am 16. oder 17. August das Hinspiel stattfindet und zehn verschiedene Teams infrage kommen. Selbst das Heimrecht wird erst bei der Auslosung am 5. August ermittelt. Wer Karten für das Spiel im Borussia-Park besitzt, das überraschend noch nicht ausverkauft ist, muss sich also auch die Abende des 23. und 24. August freihalten und sich vor allem noch etwas gedulden. 

Wie entscheiden wird, ob das gesetzte oder das ungesetzte Team zuerst zu Hause spielt, beschreibt die Uefa auf ihrer Webseite so: "Ein Los wird aus jedem Topf genommen und beide werden in einem leeren Behälter platziert. Anschließend wird gemischt und die erstgezogene Mannschaft erhält im Hinspiel gegen die zweitgezogene Mannschaft Heimrecht." 

So war es schon 2012, als der SC Braga, Spartak Moskau, Dynamo Kiew, der FC Kopenhagen und Panathinaikos Athen in der Verlosung waren. Braga, Moskau und Athen waren bereits weg, als Giorgio Marchetti den Zettel mit der Aufschrift "VfL Borussia Mönchengladbach" aus der Plastikkugel holte. Kiew oder Kopenhagen? Es wurde bekanntlich Kiew und am 21. August 2012 ertönte im Borussia-Park erstmals die Champions-League-Hymne. Wann und gegen wen sie zum mittlerweile fünften Mal gespielt wird, steht in drei Wochen fest.

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