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Deutschland gegen Schweiz?
Borussen-Duell bei WM ist erst im Achtelfinale möglich

Borussia Mönchengladbach: Borussen-Duell bei WM ist erst im Achtelfinale möglich
Drei mögliche WM-Fahrer Arm in Arm: Lars Stindl, Jannik Vestergaard und Denis Zakaria. FOTO: dpa, crj hak
Mönchengladbach. In der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es kein direktes Borussen-Duell. Frühestens im Achtelfinale wäre das möglich. Dann könnte sich Deutschland (Gruppe F) und die Schweiz (Gruppe E) treffen, wenn einer der beiden Gruppensieger und der andere Zweiter wird. Von Karsten Kellermann

Dass es so kommt ist nicht mal unwahrscheinlich. Dann könnte insgesamt fünf Borussen involviert sein: Lars Stindl und Matthias Ginter gelten als aussichtsreiche Kandidaten für das deutsche Aufgebot, Christoph Kramer kann man als Geheimtipp auf die Liste setzen. Bei den Schweizern ist Yann Sommer Torwart Nummer eins, Denis Zakaria hat seinen Chancen auf den Stammplatz in den Play-offs zur WM vergrößert, während Nico Elvedi eher als Lehrling dabei sein wird.

Die deutschen Gegner sind Mexiko, Schweden und Südkorea. Gegen Mexiko gab es beim Confed Cup im Sommer 2017 ein 4:1, Ginter und Stindl spielten beide mit, Stindl indes nur 78 Minuten. Der Ex-Borusse Amin Younes schaffte einen Treffer, im deutschen Tor stand der gebürtige Gladbacher und Ex-Borusse Marc-André ter Stegen. "Mexiko ist ein starker Gegner, den wir schon vom Confed Cup kennen. Sie haben starke Offensivspieler und können sehr unangenehm sein. Schweden hat Italien in den Play-offs ausgeschaltet, sie werden stark über das Kämpferische kommen. Südkorea kenne ich von den Olympischen Spielen 2016, sie haben viele schnelle und wendige Spieler. Es sind drei sehr unterschiedliche Gegner. Unser Ziel ist es aber, den ersten Platz in dieser Gruppe zu erreichen", sagte Ginter.

Gegen Schweden hatte Borussias Vizepräsident Rainer Bonhof 1974 einen starken Auftritt, beim 4:2 in Düsseldorf schoss er das 2:1. Er war nach dem 0:1 gegen die DDR neu ins Team gekommen, später im Finale legte er Gerd Müller das Siegtor gegen die Niederlande auf. "Das ist eine schöne machbare Gruppe. Da ist kein Gegner dabei, vor dem wir uns Sorgen machen müssen. Es wäre für mich eine Überraschung, wenn Deutschland nicht Gruppensieger wird", sagte Bonhof. "Sein" Schwedenspiel von 1974 sei zu weit weg, als dass die aktuelle Auslosung nostalgische Gefühle in ihm auslöse.

Die Schweiz bekommt es im ersten Spiel gleich mit Brasilien zu tun. Außerdem sind Costa Rica und Serbien in der Gruppe dabei. Thorgan Hazard würde mit dem belgischen Team in der Gruppe G auf England, WM-Neuling Panama und Tunesien treffen. "Wir haben eine ausgeglichene Gruppe erwischt. Ich hoffe aber, dass wir die Gruppenphase überstehen werden. England ist ein schwieriges, aber auch ein interessantes Los, weil viele unserer Spieler dort spielen. Das wird einen Motivationsschub geben. Die Tunesier, das muss ich zugeben, kenne ich besser als Panama, das ja zum ersten Mal bei einer WM dabei ist. Sie haben auch Spieler, die den Unterschied ausmachen können, deshalb dürfen wir sie nicht unterschätzen", sagte Hazard. Belgien könnte theoretisch ein Viertelfinal-Gegner der Deutschen sein, das wäre dann das zweite mögliche Borussen-Duell.

Jannik Vestergaard würde es als Teil der dänischen WM-Reisegruppe mit Frankreich, Peru und Australien zu tun bekommen. "Ich bin zufrieden mit der Auslosung. Das ist eine gute Gruppe. Frankreich ist vom Niveau her stärker als alle anderen Gegner. Für uns wird es deshalb wohl um den zweiten Platz gehen. Ich bin optimistisch, dass wir das schaffen können", so Vestergaard. Ein Borussen-Duell wäre für ihn erst frühestens im Halbfinale möglich.

Nur einmal in der Geschichte der Weltmeisterschaften gab es bisher ein direktes Duell zweier Gladbach-Spieler. 2010 trafen Michael Bradley (USA) und Karim Matmour (Algerien) aufeinander.

 
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