| 16.04 Uhr

"Es ist alles wieder gut"
Kramer kehrt Mittwoch zurück

Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer kehrt am Mittwoch zurück
Christoph Kramer auf der Tribüne. FOTO: Imago
Individuell hat Christoph Kramer schon wieder trainiert, am Mittwoch soll er dann zum Team stoßen. Eine weitere Option für Trainer Dieter Hecking, der sich derzeit über mangelnde Alternativen nicht beschweren kann. Von Karsten Kellermann

Christoph Kramer war vor den anderen da. Borussias Sechser trainierte am Dienstagvormittag individuell mit Reha-Coach Andy Blum. Als das Team nach der Videoanalyse des Hoffenheim-Sieges auf den Trainingsplatz kam, war er schon  wieder in der Kabine. So begann die Vorbereitung auf das Spiel am Samstag gegen Mainz mit 18 Feldspielern und drei Torhütern ohne Kramer. Noch ohne ihn indes, denn ab Mittwoch soll er wieder  im Teamtraining dabei sein. Da soll er wieder ganz normal mitmachen, "es ist alles wieder gut", so Kramer.

Gegen  Leverkusen sowie in Düsseldorf und bei 1899 Hoffenheim hatte er wegen muskulärer Probleme gefehlt. Drei Einheiten absolviert er noch bis Samstag, vermutlich wird er dann auch zum Kader gehören. Ob er gleich eine Option für die Startelf sein wird, wird sich zeigen. "Wir wollen kein Risiko eingehen", hatte Kramer am Rande des Pokalspiels in Düsseldorf gesagt und so erklärt, warum er fehlte.  Auch das Hoffenheim-Spiel kam zu früh. "Danach wird er aber zurückkehren", hatte Trainer Dieter Hecking angekündigt. Am Dienstagvormittag war es ein letzter Härtetest für Kramers Muskulatur, Mittwoch gibt es grünes Licht für ihn.

Mamadou Doucouré, der am Dienstagmittag einem Kabinenstreich von Ibo Traoré zum Opfer fiel (das Video dazu kursiert bei Twitter), und Raúl Bobadilla trainierten wie Kramer am Dienstagvormittag mit Bluhm, beide sind für das Mainz-Spiel aber kein Thema. Derweil  kehrte Stürmer Julio Villalba ins Teamtraining zurück. Der Paraguayer hatte zuletzt wegen eines ausgekugelten Fingers gefehlt. Vizepräsident Rainer Bonhof, der sich die morgendliche Übungseinheit anschaute, hält viel von dem 19-Jährigen. "Er wird seinen Weg machen", ist sich Bonhof sicher.

90 Minuten dauerte die erste Übungseinheit am Dienstag, eine weitere ist für den Nachmittag (15.30 Uhr) angesetzt. Mittwoch (10 Uhr) und Donnerstag (15.30 Uhr) wird jeweils einmal trainiert, Freitag ist das nicht öffentliche Abschlusstraining.

Nun, da Kramer wieder eine Option ist, hat Trainer Dieter Hecking die eine oder andere Denksportaufgabe, was die Startformation am Samstag angeht. Spielt Kramer nicht, könnte es erneut auf das Hoffenheim-Konstrukt hinauslaufen: Da machte Matthias Ginter den Job vor der Abwehr neben dem zuletzt sehr starken Denis Zakaria. Kommt Kramer wieder ins Team, würde Ginter wohl wieder in die Innenverteidigung rücken. Aber wer muss dann raus? Jannik Vestergaard? Nico Elvedi? Tony Jantschke? Zudem: Wie geht es mit Reece Oxford nach seinem Bundesliga-Debüt weiter? Und wer spielt vorn? Darf Raffael nach der Pause in Hoffenheim wieder ran? Oder bekommt Thorgan Hazard, der gegen 1899 im Zentrum viel Betrieb und ein Tor machte, wieder eine Chance auf seine Lieblingsposition? Und die Flügel? Vince Grifo, der in Sinsheim so großartig aufgespielt hat, dürfte einer der ersten Kandidaten sein. Aber wer kriegt den Platz auf der anderen Seite? Patrick Herrmann? Ibo Traoré? Fabian Johnson? Sollte indes Raffael zurückkehren, wäre der wohl an Hazard vergeben. Und Johnson könnte auch eine Alternative für links oder rechts hinten sein.

Die vielen Fragezeichen stehen für Luxus, den Hecking nun hat. Vorn hat er viele unterschiedliche Spielertypen, aus denen er eine für die Aufgabe Mainz passende Offensive basteln kann. Und auch für hinten gibt es diverse Optionen. Dass der Trainer derzeit für Überraschungen gut ist, hat er am vergangenen Samstag gezeigt. Am Dienstagvormittag ließ er die Seinen zunächst das Passspiel üben, danach gab es ein Trainingsspiel auf mehrere kleine Tore. Wenn das Ziel schrumpft, muss das die Präzision steigern. Schaden kann das vor dem Tor nicht.

 
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