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Neubau in Mönchengladbach
Borussias Hotel wächst in die Höhe

Ein Rundgang über die Borussia-Baustelle
Mönchengladbach. Wer regelmäßig bei Borussia ist, kann förmlich zusehen, wie der Neubau gegenüber des Stadions in Mönchengladbach wächst. Fast vier der sechs Geschosse sind fertig. Noch dieses Jahr soll der Rohbau stehen, neun Monate später ist die Eröffnung. Von Denisa Richters

Das Gebäude entsteht – wie auch die Textilakademie neben der Hochschule – nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros SOP.

Im Erdgeschoss und den zwei Stockwerken darüber ist bereits die Raumaufteilung zu erkennen. Nach vorne geht der Blick aufs Stadion, nach hinten auf die Trainingsplätze - Fußball pur. Die Form des Gebäudes ist einem Schiff nachempfunden, ein mächtiger Riegel in Form eines Trapezes, mit schräger Fassade in einem Winkel von sechs Grad. Metall, Glas und Anthrazit-Rahmen werden die Fassade bilden.

Einziehen wird eine spannende Mixtur. Im Erdgeschoss, das eine ebenso hohe Deckenhöhe hat wie das Foyer im Stadion, nämlich 5,60 Meter, wird links das Borussia-Museum eingerichtet, rechts der Fan-Shop. Dort sollen 24 Kassen dafür sorgen, dass kauffreudige Borussia-Fans ohne lange Wartezeiten beim Zahlen rasch durchkommen. Die Hauptrolle in dem Neubau spielt das Hotel, das von H-Hotel betrieben wird: Es belegt einen Teil des Erdgeschosses (Foyer), ist mit sechs Suiten im ersten Obergeschoss vertreten und zieht sich über drei Etagen.

Die Zimmer sind für Borussiafans ein Traum: Im Schauraum blickt Günter Netzer übers Doppelbett und kickt in voller Körpergröße an der Wand der Toilette. Der Wandschrank ist ein Fußballfeld, die Zimmernummer besteht aus Kickermännchen. Zudem sind in dem Gebäude Appartements für junge Spieler, Büros, Arztpraxen und ganz oben die Sportrehabilitation Medicoreha untergebracht. Im Untergeschoss, das über eine Rampe angefahren werden kann, sind Lager- und technische Räume vorgesehen. Gemeinsam mit der städtischen EWMG baut der Verein auch eine Erschließungsstraße.

Das Hotel ist Teil der Erweiterungsstrategie von Borussia unter der Regie von Geschäftsführer Stephan Schippers. Im September beginnt auf dem Gelände der Bau des Santander-Fohlenstalls, eines Internats für den Borussia-Nachwuchs mit 25 Plätzen. Es soll im Oktober 2018 fertig sein und nicht das letzte Projekt bleiben. Trotz aller Baufreude betont Schippers: "Wir sind ein Sportverein, unsere Triebfeder ist der Fußball. Alles andere ist dem unterzuordnen."

Quelle: RP
 
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