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Rheinisches Pokalderby
Das Wesentliche soll für Borussia anders laufen als 2012

DFB-Pokal 12/13: Konsternierte Borussen nach dem Aus
DFB-Pokal 12/13: Konsternierte Borussen nach dem Aus FOTO: dpa, Roland Weihrauch
Die Ausgangslage vor dem Pokalduell mit Fortuna Düsseldorf weist zumindest aus Sicht der Borussia einige Parallelen zum letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal auf. Gerade deshalb soll es für den Bundesligisten besser laufen als 2012. Von Karsten Kellermann

25 Torschüsse abgegeben, alle indes ohne Ertrag, auch, weil des Gegners Torhüter der Mann des Tages war, alles in allem produktiv, aber uneffektiv - so lässt sich zusammenfassen, was sich am 31. Oktober 2012 zutrug im Düsseldorfer Stadion. Borussia verlor als Europa-League-Teilnehmer in der zweiten Runde des DFB-Pokals 0:1 beim damaligen Bundesliga-Aufsteiger Fortuna, der Ex-Gladbacher Nando Rafael erzielte in der Verlängerung das einzige Tor des Spiels. Dass Fortuna den Einzug in Runde drei schaffte, war insbesondere der fehlenden Präzision der Borussen beim Abschluss zuzuschreiben.

Fast mag man sagen: Das ist ja wie heute. Und tatsächlich ist Borussias Situation damals wie heute vergleichbar. Das Team von Lucien Favre suchte auch in jenen Tagen seine Richtung, zweimal, beim 0:5 in Dortmund und beim 0:4 in Bremen, war total die Balance abhandengekommen - wie jetzt bei den hohen Pleiten wieder in Dortmund (1:6) und gegen Leverkusen (1:5). Gegen Bayer war Borussia höchst fahrlässig im Umgang mit ihren Tormöglichkeiten.

Sinnbildlich für das Manko war Thorgan Hazards Versuch aus drei Metern, den Torwart Bernd Leno abwehrte. Dass Hazard bislang nur zwei Elfmetertore auf dem Konto hat, ist angesichts der Vielzahl seiner Chancen überraschend. "Toto war in der Liga schon an sechs Toren beteiligt, was ein sehr guter Wert ist. Dass er die eine oder andere Torchance hat liegenlassen, ist kein Geheimnis. Ihm würde ein Treffer aus dem Spiel heraus sicher guttun. Doch wichtig ist, dass er in diese gefährlichen Situationen kommt. Er hat immer seine Aktionen, ist viel torgefährlicher als in der vergangenen Saison. Und ich bin sicher, dass er auch bald seine Tore machen wird", sagte Borussias Trainer Dieter Hecking.

Was Düsseldorf und das Pokal-Aus 2012 angeht, kann Patrick Herrmann den Kollegen Geschichtsunterricht geben, er ist der einzige aktuelle Gladbacher, der auch damals spielte. Die Fortsetzung der 2012er Geschichte soll es nicht geben. "Wir müssen effektiver werden", sagte Hecking. Nicht nur vorn indes, sondern auch hinten. 17 Gegentore haben die Gladbacher bekommen, das ist deutlich zu viel für die Ansprüche, schließlich wollten sie stabiler werden in dieser Saison. Elf Gegentore gab es jedoch in Dortmund und gegen Leverkusen zusammen, das relativiert den Rest. Vor fünf Jahren hatte Gladbach nach neun Spieltagen sogar 18 Tore kassiert (die Hälfte davon bei den hohen Niederlagen in Dortmund und Bremen) und war mit zwölf Treffern sowie zwölf Punkten Neunter. Heute geht es als Achter mit 13:17 Toren und 14 Punkten in die Landeshauptstadt.

Es gibt also einige Parallelen. Eine gern genommene wäre für die Borussen das, was nach dem Pokalvergleich mit Fortuna kam: Bis zur Winterpause gab es inklusive der Europa League in zwölf Spielen nur noch eine Niederlage. Eines jedoch soll nicht so laufen wie 2012 - das Wesentliche: Borussia will gewinnen. Für Fabian Johnson, gegen Bayer Gladbachs einziger Torschütze, "ist das Spiel in Düsseldorf eine Chance, das 1:5 schnell wiedergutzumachen. Wir müssen nicht eine ganze Woche bis zum nächsten Spiel warten. In Düsseldorf wollen wir es besser machen und unbedingt eine Runde weiter kommen", sagte Johnson, der wie einige andere Borussen in Düsseldorf lebt.

Quelle: RP
 
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