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Startelf-Debüt
Borussias Zakaria kommt auch in der Schweizer "Nati" voran

Borussia Mönchengladbach: Denis Zakaria kommt in der "Nati" voran
Denis Zakaria überzeugte für die Schweiz gegen Nordirland. FOTO: rtr, tj
M'gladbach/Belfast. Die Schweiz unterstreicht beim 1:0 im WM-Play-off-Hinspiel in Nordirland ihre Reife. Für das Siegtor benötigen die Eidgenossen mit zwei Gladbachern in der Startelf jedoch eine gehörige Portion Glück. Denis Zakaria erhält gute Kritiken. Von Jannik Sorgatz

Yann Sommer kam immerhin auf eine Erwähnung, wenn auch eine sarkastisch angehauchte. "Sommer durfte soeben einen Rückpass von Schär lang nach vorne schlagen. Ansonsten hatte der Gladbacher nicht wirklich viel zu tun", schrieb "kicker.de" im Live-Ticker zum Play-off-Hinspiel der Schweizer in Nordirland nach 53 Minuten. Das 1:0 der Eidgenossen war ein verdientes Ergebnis, selbst wenn sie einen höchst fragwürdigen Handelfmeter benötigten. Dafür war die Null hinten, siehe "Kicker"-Ticker, nicht wirklich gefährdet. Keinen Ball bekam Sommer aufs Tor, nur fünf Schüsse gaben die Nordiren ab.

Hält Gladbachs Keeper noch einmal die Null, fährt die Schweiz sicher zur WM. "Das Glück erarbeitet man sich. Es ist das Glück der Tüchtigen", schreibt die Boulevardzeitung "Blick". 65 Prozent Ballbesitz hatten die Schweizer, aber nur wenige klare Möglichkeiten. Die Mannschaft von Vladimir Petkovic will sich das Ticket für Russland ein Stück weit mit Scheuklappen sichern, die die Sicht auf Probleme überdecken. "Vor diesen Nordiren muss man auch keine Angst haben (…). Der Mannschaft fehlt eigentlich die Klasse, um unsere Nati in Normalform ernsthaft in Verlegenheit zu bringen", heißt es beim "Blick" weiter über den Gegner, der am Sonntag zum Rückspiel nach Basel kommt.

Denis Zakaria spielte im Hinspiel in Belfast nicht nur erstmals von Beginn an für die Schweiz, sondern gleich 90 Minuten lang. Sein achtes Länderspiel war sein bislang größtes. Die "Neue Zürcher Zeitung" findet, dass er seine Aufstellung als Ersatz den angeschlagenen Valon Behrami gerechtfertigt habe. "Physisch bot der Romand eine beeindruckende Leistung, er hat seit dem Wechsel von YB zu Borussia Mönchengladbach an Format gewonnen", heißt es in der Einzelkritik.

Noch im Sommer galt der 20-Jährige als Mann der Zukunft in der "Nati", doch seitdem hat er jedes mögliche Länderspiel mitgemacht und unterstrichen, dass die Zukunft bereits begonnen hat. Der "Blick" gab Zakaria die Note fünf – nach Schweizer Maßstäben ist das ein "gut": "Tolle Dynamik, tolle Ruhe am Ball, tolle Körperverdrängung. Ganz stark." Er spielte an der Seite des vier Jahre älteren Granit Xhaka auf einer Ex-Borussen-Borussen-Doppelsechs. Zakaria zeigte, dass er mindestens so weit ist wie der 42-Millionen Euro-Mann im gleichen Alter, das kann sich sehen lassen.

Positive Kritiken erhielt auch Innenverteidiger Manuel Akanji, der als Ersatz des verletzten Routiniers Johan Djourou den Vorzug vor Nico Elvedi erhielt. Der saß erneut 90 Minuten auf der Bank, dürfte sein WM-Ticket aber ebenfalls sicher haben - wenn denn die Schweiz am Sonntag die letzte Hürde nimmt. Nach dem 1:0 im Hinspiel halten sich die Zweifel in Grenzen. Immerhin war es der elfte Sieg im zwölften Spiel seit der EM 2016, der achte ohne Gegentor.

 
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