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Nagelsmann-Beleidigung
DFB hängt Eberls Ausrutscher zu hoch

Eberl zofft sich mit Nagelsmann an der Seitenlinie
Eberl zofft sich mit Nagelsmann an der Seitenlinie FOTO: Screenshot Sky
Meinung | Mönchengladbach. Der DFB hat ein Ermittlungsverfahren gegen Borussias Manager Max Eberl eingeleitet, weil er am Samstag Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann beleidigt hat. Das war zu erwarten. Wie immer ist es eine Sache von Pro und Contra. Von Karsten Kellermann

Dass Eberl den meckernden Manager gab wie Uli Hoeneß in seinen besten Zeiten, passt einerseits nicht zur Vorbildfunktion, die Fußball-Menschen nun mal haben. Da könnte eine Strafe durchaus eine Signalwirkung haben. Andererseits ist es im Eifer des Gefechts passiert und Emotionen sind sogar erwünscht im Fußball. Dass die Mikrofone zufällig nahe der Coaching-Zone stehen, wäre eine blauäugige Annahme. Da wird spekuliert auf solche Ereignisse.

Indes: Die Coaching-Zone in Gladbach hat großes Lieferpotenzial für die DFB-Gerichtsbarkeit. Auch der Fall des Leverkusener Trainers Heiko Herrlich trug sich dort zu. Herrlich musste 12.000 Euro Strafe zahlen. Was Eberl blüht, ist offen. Doch hatte Herrlichs Aktion eine andere Dimension.

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Wie Herrlich für seinen Umfaller hat Eberl sich bei Nagelsmann entschuldigt. In seinem Fall hätte das dem DFB genügen sollen. Hoffenheims Trainer machte vor, wie es geht: Er ignorierte Eberls Worte. Der DFB gibt der Geschichte nun eine Größe, die sie nicht hat, bei allem Respekt vor dem guten Ton, den Eberl hier verlassen hat.

 
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