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Borussen haben im Schnitt 200 Spiele
In der Erfahrungs-Tabelle stehen die "Fohlen" weit oben

Borussia Mönchengladbach: Die "Fohlen" sind erfahrener als viele denken
Junges Trio von links nach rechts: Reece Oxford (18 Jahre), Nico Elvedi und Denis Zakaria (beide 21). FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. 26,6 Jahre alt war Borussias Startelf gegen den FC Bayern im Schnitt, auf mehr als 2000 Ligaspiele kam die Mannschaft. Wie jugendlich ist Gladbach überhaupt? Von Jannik Sorgatz

Die jüngsten und unerfahrensten "Fohlen" kommen aus der Schweiz, das älteste und erfahrenste "Fohlen" hat dort seine Profi-Laufbahn begonnen. Mit 63 und 77 Ligaspielen hatten Denis Zakaria und Nico Elvedi (beide 21 Jahre alt) aus Borussias Startelf gegen den FC Bayern die wenigsten absolviert, ganz oben in der Liste rangierte Raffael (32 Jahre) mit 371 Einsätzen. "Wir haben in unserer Startelf immer auch genügend Erfahrung", hatte Dieter Hecking Gladbachs Jugendlichkeit vorab korrekt eingeordnet, womit sich zu zwei Quizfragen überleiten lässt:

1. Auf welchem Platz fand sich Borussia mit ihrer Gesamtzahl von 2226 Spielen am vergangenen Wochenende im Ligavergleich wieder?

2. Wo steht die Mannschaft mit ihrem Durchschnittsalter von 26,6 Jahren?

Teenager wie Michael Cuisance und Julio Villalba repräsentieren die "Fohlen"-Philosophie, Spieler wie Matthias Ginter melden mit 23 Jahren bereits Führungsansprüche an, nur zwei Stammspieler sind schon 30. Doch im Ligavergleich zählt Borussia tatsächlich zu den erfahrensten Mannschaften. Am vergangenen Spieltag hatte nur der FC Bayern und Borussia Dortmund mehr Ligaspiele absolviert. 

  1. Borussia Dortmund: 2367
  2. Bayern München: 2260 
  3. Borussia M'gladbach: 2226 
  4. Werder Bremen: 2035 
  5. FC Schalke: 1979 
  6. VfL Wolfsburg: 1915 

Zudem waren nur sechs Mannschaften älter als die Gladbacher:

  1. Borussia Dortmund: 27,4 Jahre
  2. Werder Bremen: 27,4
  3. Hannover 96: 27,2
  4. FC Schalke: 27,1
  5. Bayern München: 26,8
  6. VfL Wolfsburg: 26,8
  7. Borussia M'gladbach: 26,6

Womöglich wirkt Borussia jugendlicher als sie ist, weil die Defensivspieler im Vergleich am unerfahrensten sind und besonders bei den Spielen gegen Dortmund (1:6) und Leverkusen (1:5) negativ im Fokus standen. Selbst wenn am Sonntag gegen Wolfsburg ein Tony Jantschke (183 Ligaspiele), ein Fabian Johnson (273) oder ein Vincenzo Grifo (124) beginnt, strotzt die Mannschaft vor Erfahrung. Das war die Startelf gegen Bayern:

  1. 371: Raffael
  2. 289: Oscar Wendt
  3. 274: Yann Sommer
  4. 260: Lars Stindl
  5. 209: Patrick Herrmann
  6. 187: Christoph Kramer
  7. 180: Thorgan Hazard
  8. 166: Jannik Vestergaard
  9. 150: Matthias Ginter
  10. 77: Nico Elvedi
  11. 63: Denis Zakaria

Eher unten in der Erfahrungs-Tabelle stehen RB Leipzig und 1899 Hoffenheim, die beide zumindest bis zur Winterpause die Doppelbelastung aus Liga und Europapokal wegstecken müssen. Auch Bayer Leverkusen, ein weiterer Konkurrent Borussias ums internationale Geschäft, ist tendenziell unerfahren, doch bei den Spielern von Heiko Herrlich ist die Quote "Spiele pro Profijahr" hoch. 

"Ich glaube, dass die Mannschaft ständig dazulernt", sagte Gladbach-Trainer Hecking auch kürzlich im Interview. Das dürfte vor allem für die Defensive gelten, in der zwei neue Schlüsselspieler integriert werden mussten und noch immer müssen, obwohl es schon gut läuft: Denis Zakaria und Matthias Ginter. Letzterer ist immer noch erst 23, hat aber mehr erlebt als die meisten Profis am Ende ihrer Karriere. Gegen die Bayern machte er sein 150. Bundesligaspiel, knapp sechs Jahre nach seinem ersten für den SC Freiburg.

 
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