| 14.55 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Das fiktive Team der Verflossenen

Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach
Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach FOTO: afp, PST
Mönchengladbach. Es gibt viele Dinge, die die Borussia kontinuierlich prägen. Personelle Umbrüche gehören genauso dazu wie das Meistern dieser Herausforderungen. Wie sähe eine Elf mit den größten Abgängen der vergangenen Jahre aus? Von Jannik Sorgatz

Man darf nicht jede Formulierung der englischen Tabloids zum Dogma erklären. Die "Metro", eine Gratiszeitung mit Millionenauflage, bezeichnet die Gladbacher Borussen in ihrer Dienstagsausgabe als "German giants", als "deutsche Riesen". Die Einordnung wird nicht das Ergebnis einer stundenlangen Redaktionskonferenz sein, dennoch zeugt sie vom gesteigerten Stellenwert, den die Borussia inzwischen auch international erfährt.

In Deutschland hat sich Gladbach unter den besten sechs Mannschaften der Bundesliga etabliert. Der durchschnittliche Marktwert der Spieler liegt bei 5,7 Millionen Euro. Damit belegt die Borussia den sechsten Platz in diesem Ranking und ist dem Dritten aus Leverkusen näher als dem Siebten aus Hoffenheim.

Gegen die besten Teams der Welt bewährt

Europaweit liegt die Borussia auf dem 34. Rang, eingerahmt von Athletic Bilbao und Fenerbahce Istanbul. Sie hat die dritteuerste Mannschaft der Welt (Bayern München) geschlagen, gegen die Nummer fünf (Manchester City) zweimal geführt und gegen die neunte Kraft (Juventus Turin) zwei Unentschieden geholt.

Noch vor fünf Jahren steckte Gladbach mitten in einer fünfmonatigen Leidenszeit am Tabellenende. Von dort ging es in die Relegation, und von der Relegation ging es in den Europapokal. Seit dem Sprung auf den vierten Platz am Ende der Saison 2011/2012 haben sechs Spieler den Verein verlassen, die zum jeweiligen Zeitpunkt eine Schlüsselrolle innehatten: zuerst 2012 das Trio Reus, Dante, Neustädter, dann 2014 Torwart ter Stegen und zuletzt im Sommer 2015 das Duo Kruse und Kramer.

Füllt man das Team der Verlassenden mit Abgängen auf, die aus anderen Gründen erfolgten, kommt eine Elf zusammen, die den Marktwert der aktuellen Borussia übertrifft. Wobei die exponierte Stellung von Reus den Vorsprung alleine verursacht. Bei einem Blick auf die fiktive Mannschaft wird deutlich, dass die Defensive das hohe Niveau nicht halten kann:

Ein Name wie Luuk de Jong mag auf den ersten Blick irritieren. Dass es zwischen ihm und der Borussia ein Missverständnis war, ändert aber nichts daran, dass der Niederländer davor und danach ein 20-Tore-Stürmer gewesen ist, der sich auch im Europapokal seine Meriten verdient hat. Peniel Mlapa oder Igor de Camargo können da objektiv nicht mithalten.

Ein Spieler wie Juan Arango fehlt, weil er bei seinem Abgang zwar noch eine Rolle spielte, inzwischen aber weit über seinen Zenit hinaus ist. Gleiches würde für Filip Daems gelten, in der Abwehr der fiktiven Elf gibt es jedoch keine echten Alternativen zum Belgier.

Auf der Bank dieser Truppe könnten sitzen: Michael Bradley, Fußballer des Jahres in den USA, oder Raul Bobadilla, Augsburgs neuer Europa-League-Held. Naja, und in Logan Bailly stünde im Notfall ein Ersatztorwart parat.

Was meinen Sie: Welche Borussia-Elf hätte die Nase vorne?

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Borussia Mönchengladbach: Die größten Abgänge seit 2011


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.