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Borussias Trainer im Interview
"Hecking-raus-Rufe sind schon schwere Kost"

Fotos: Die Trainer-Galerie von Borussia Mönchengladbach
Fotos: Die Trainer-Galerie von Borussia Mönchengladbach FOTO: dpa, ade cul
Mönchengladbach. Dieter Hecking ist sich sicher: Ohne Verletzungsprobleme und andere Widrigkeiten stünde Borussia deutlich besser da in der Tabelle. Im Interview mit unserer Redaktion spricht der Trainer über öffentliche Kritik an Spielern, Unruhe im deutschen Fußball und Pläne für die nächste Saison.  Von Karsten Kellermann und Jannik Sorgatz

Noch ist die Diagnose nicht da, als Dieter Hecking zum Interview Platz nimmt. Wenig später wird der Trainer erfahren: Patrick Herrmann hat sich im Training einen Bänderriss zugezogen. Die Verletztenmisere ist bei Borussia das dominierende Thema einer unruhigen Saison. Hecking legt sich vor dem Spiel beim FC Bayern (Samstag, 18.30 Uhr) fest: Ohne die Personalprobleme wäre es deutlich besser gelaufen für Gladbach.

Gab es in dieser Saison Momente, in denen Sie einfach genervt waren?

Dieter Hecking Wenn man unsere Probleme sieht, dann muss man eigentlich von einem ganz normalen Saisonverlauf sprechen. Als wir personell die größte Stabilität hatten, zwischen dem 7. und dem 13. Spieltag, haben wir am besten gespielt. Der Sieg gegen Bayern in der Hinrunde war der Gipfel dieser Phase. Da hat man gesehen, zu was wir in der Lage sind. Für mich ist das der entscheidende Faktor: Wenn uns monatelang nicht annähernd die volle Kaderstärke zur Verfügung steht, können wir nicht erwarten, dass wir unsere Ziele übertreffen. Natürlich waren Spiele dabei, die nicht gut waren. Wir haben aber sicherlich einige genau deshalb verloren, weil uns Qualität nicht zur Verfügung stand.

Wenn Sie überzeugt sind, dass Borussia mit weniger Verletzten mehr Punkte hätte, müsste diese Misere Sie doch am meisten nerven.

Hecking Es nervt sicherlich, dass wir nicht genau wissen, woran es liegt. Selbst mit der intensivsten Analyse werden wir nur Einzelfälle finden, in denen etwas falsch gelaufen ist. Es gibt aber nicht den einen Punkt, den wir ändern müssten, und schon hätten wir fünf, sechs Verletzte weniger.

Sie differenzieren da meist zwischen Spiel- und Trainingsverletzungen und weisen auf spezielle Probleme der Spieler hin, die in kein Schema passen.

Hecking Nehmen wir Patrick Herrmann am Mittwoch im Training: Der tritt Laszlo Bénes unglücklich in die Hacken und hat jetzt einen Bänderriss. So etwas wirst du nie verhindern können. Dann gibt es Muskelverletzungen wie bei Mamadou Doucouré und Ibrahima Traoré, die ganz individuell bedingt sind. Das werden wir vielleicht nicht abstellen können. Ein Chris Kramer kassiert drei Kopftreffer – können wir nicht verhindern. Andersherum bin ich bei Jannik Vestergaard froh, dass wir drangeblieben sind und er trotz der ersten Diagnose nach zwei Wochen wieder dabei war.

Trotz aller Widrigkeiten dürfte mehr drin gewesen sein als 40 Punkte nach 29 Spieltagen.

Hecking Du wirst als Mannschaft immer mal Chancen liegen lassen, so dass du dir später denkst: Hätten wir doch nur hier, hätten wir doch nur dort. Haben wir aber nicht. Vielleicht spielten die Verletzten auch da eine Rolle, weil die Stammspieler nicht den nötigen Konkurrenzkampf gespürt haben. Wir können im Training jetzt endlich wieder Elf-gegen-elf spielen, so dass ich auch mal die Möglichkeit habe, einem Spieler zu signalisieren: Hey, so nicht!

Oder Sie können, wie am vergangenen Wochenende, einen formschwachen Thorgan Hazard mal draußen lassen.

Hecking Er wirkte etwas überspielt und müde, darauf konnte ich jetzt mal reagieren. Die Verletzten spielen eben eine große Rolle. Der nötige Druck war nicht da. Einige wussten, dass sie am Wochenende sowieso spielen.

Würden Sie sagen: Die Mannschaft ist trotzdem Achter oder die Mannschaft ist nur Achter?

Hecking Wenn wir mit voller Kaderstärke durch die Saison gegangen wären und jetzt 40 Punkte hätten, würde ich sagen: Wir haben etwas nicht so gut gemacht. So aber ist der Tabellenplatz für mich das realistische Spiegelbild der Saison. Andere Teams wären vielleicht Richtung Abstiegszone abgeschmiert. So ist es für mich eine komplizierte, aber normale Saison. Wir sind nie in einen Lauf reingekommen.

Die Möglichkeit war oft da.

Hecking Ein Beispiel: Gegen Bayern machen wir ein Riesenspiel und gewinnen 2:1. Dann verschlafen wir gegen Wolfsburg die erste halbe Stunde und verlieren 0:3. Dann kommt Schalke, daran kann man sehr viel festmachen. Wir führen 1:0, uns wird unberechtigterweise ein Elfmeter aberkannt, das wäre wahrscheinlich das 2:0 gewesen, wir hätten wohl gewonnen und wären an Schalke vorbei gewesen. Immer wenn wir auf dem Sprung waren, kamen unterschiedlichste Dinge zusammen.

Sie haben sich immer vor Ihre Mannschaft gestellt. Wäre es ab und zu hilfreicher gewesen, sie mehr zu kitzeln, zum Beispiel durch öffentliche Kritik?

Hecking Heutzutage ist das nicht mehr möglich und im Endeffekt sinnlos. Denn der Spieler bekommt in der Öffentlichkeit in der Regel recht. Für uns Trainer empfinde ich diese Situation als unsäglich. Es macht ja auch kaum noch jemand. Du hast direkt den Berater am Telefon, das Thema geht hin und her, vor allem in der Berichterstattung. Warum sollte ich den Medien eine Steilvorlage liefern? Dortmunds Peter Stöger hat es letztens bei Mario Götze gewagt, ihn öffentlich zu kritisieren. Warum hat er nicht das Recht dazu? Vielleicht ist so eine Ansage mal hilfreich.  

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn die Leute "Hecking raus" rufen?

Hecking Das ist schon schwere Kost. Am liebsten will man diejenigen persönlich fragen, ob sie nicht sehen, was los ist. Ich denke mir ja nichts aus. Jeder, der sich mit Borussia beschäftigt, sieht, dass es eine schwierige Saison ist. Aber ich habe in der Videoanalyse mal genau hingeguckt: Trotz alledem haben beim Abpfiff gegen Hertha bestimmt 49.000 von 50.000 Zuschauern die Arme hochgerissen und gejubelt. Von denen waren viele mit dem Auftritt sicherlich auch nicht zufrieden. Aber Personen, die im öffentlichen Leben arbeiten, müssen damit umgehen können, dass vielleicht 50 Prozent nicht einverstanden sind. Mittlerweile kann ich das sehr gut.

Haben Sie nie Selbstzweifel?

Hecking Wenn wir – da beziehe ich die gesamte Staff mit ein, und auch Max Eberl als Manager und Steffen Korell als Chefscout – unter diesen Umständen das Gefühl hätten, elementare Fehler zu machen, dann wäre die Kritik berechtigt. Das haben wir aber nicht. Ich weiß, dass Max mir sagen würde, wenn ihm etwas auffallen würde.

Nicht nur in Gladbach, sondern im deutschen Fußball allgemein herrscht Unruhe.

Hecking Wir haben momentan eine Vielzahl von Themen, die den Fan berühren: Videobeweis, Montagsspiele, Pyrotechnik, 50+1. Für viele Fans ist das elementar.

Nehmen sich die manchmal Fans zu wichtig?

Hecking Die Vereine haben ihnen diese Bedeutung oftmals gegeben. Und die Ultraszene zum Beispiel ist doch durchaus wichtig für den Fußball. Sicherlich muss sie sich in einigen Punkten auch hinterfragen, aber wir wollen sie in den Stadien auch nicht missen. Bei Borussia bekomme ich mit, dass es einen regelmäßigen Austausch mit dieser Gruppierung gibt. Das ist enorm wichtig. Denn so eine Situation wie bei unserem Auswärtsspiel in Hannover, wo verschiedene Gruppen im Stadion gegeneinander Stimmung gemacht haben, wollen wir in Gladbach nicht erleben.

Gegen Hertha lief alles korrekt mit dem Videobeweis, zwischenzeitlich stand Borussia in vielen Spielen auf Kriegsfuß mit ihm.

Hecking In den letzten Wochen ist es weniger geworden, aber so im mittleren Drittel der Saison wären sicher fünf Punkte mehr möglich gewesen. Komplett durch die Vereinsbrille gesehen sogar zehn, aber einigen wir uns auf fünf: Dann würden wir jetzt mit 45 Punkten um die Europa League spielen.

Die Rechnung setzt Sie auch unter Druck: Wenn es irgendwann keine Widrigkeiten mehr gibt, müsste es zwingend besser laufen.

Hecking Es wäre auch besser gelaufen, davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt. Daran lasse ich mich gerne messen, wenn es so weit ist.

Damit sind wir wieder am Anfang. Wie sehr nervt es Sie, sich nicht frei von äußeren Einflüssen beweisen zu können?

Hecking Wie soll ich es machen in dieser Saison? Wir mussten Kompromisse machen, davon bin ich kein Freund. Ein paar positive Nebenaspekte gab es auch, wenn ich mir die Entwicklung eines Denis Zakaria, Michael Cuisance oder Nico Elvedi ansehe. Wir sind wieder in einer Umbruchphase. Trotzdem – so kommt es zumindest bei uns an – wird jedes Jahr Europa erwartet. Noch einmal: Hätten wir alle Mann an Bord gehabt und wären jetzt Achter, wäre die Kritik möglicherweise berechtigt.

Und Sie würden drauf wetten: Es wäre nicht so gelaufen?

Hecking Wie gesagt, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher. Schon in den wenigen Tagen mit 20 Spielern auf dem Trainingsplatz war ein ganz anderer Zug drin. Es geht zur Sache, wo die Spieler vorher womöglich Rücksicht aufeinander genommen haben. Und sie müssten die Stimmung erleben in der Kabine, die Mannschaft hat trotz der personellen Schwierigkeiten nie resigniert. Das stimmt einen Trainer optimistisch. Nicht viele Mannschaften hätten wie gegen Hertha nach so einer schlechten ersten Halbzeit, dem nicht gegebenen Tor und den zahlreichen Berlinern Chancen zurückgefunden ins Spiel. Das Innenleben ist absolut intakt. Daraus kann ich auch Stärke für meine Arbeit ziehen.

Zuletzt haben die Fans aber öfter gefordert: "Wir woll'n euch kämpfen seh'n."

Hecking Das nervt die Jungs kolossal. Wir gehören zu den laufstärksten Mannschaften der Liga, machen bei Sprints und intensiven Läufen Fortschritte. Ich habe immer gelesen: nur ein Sieg in neun Spielen. Ja, jetzt aber auch nur eine Niederlage in sechs Spielen. Momentan wird das Negative gesehen.

Max Eberl hatte vor der Saison das Ziel formuliert: einen Platz besser als vergangenes Jahr, also Achter.

Hecking Und jetzt wird er dafür angefeindet, dass er die Lage realistisch einschätzt. Wenn wir besser als Platz neun abschneiden, haben wir eine ordentliche Saison gespielt. Und wir sind jetzt Achter. Manch einer mag meine Erklärungen als Alibis bezeichnen. Aber wer das so sieht, dem kann ich nur sagen, dass er es nicht versteht. Ich bin mir auch sicher, dass der Großteil der Fans sieht, warum wir in dieser Saison nicht den ganz großen Erfolg haben.

Welche Dinge, die Sie beeinflussen können, müssen besser werden?

Hecking Sicherlich die Chancenverwertung. Wir spielen mit die meisten Chancen heraus, machen aber zu wenig Tore. Jetzt werden Sie sicher fragen: Wen holen Sie denn als neuen Stürmer?

Und?

Hecking Wir wissen es noch nicht.

Jannik Vestergaard hat gesagt: In den Strafräumen muss es besser werden.

Hecking Das auf jeden Fall. Jannik Vestergaard und Matthias Ginter haben sich auch schon stabilisiert, da gibt es eine positive Tendenz. Ich bin also bei Ihnen, dass wir schauen müssen, wie wir es besser hinkriegen. Ist der Ansatz über außen ohne echten Mittelstürmer der richtige? Solche Dinge hinterfragen wir.

Max Eberl hat im ZDF-Sportstudio von einer "Vision" gesprochen, die Sie mit Ihrem Fußball verfolgen sollen und wollen. Wie lässt die sich beschreiben?

Hecking Ich muss erstmal die Möglichkeiten haben, so zu spielen, wie ich will. Ansonsten muss ich mich den Möglichkeiten anpassen, die ich vorfinde. Der Kader war immer auf ein 4-4-2 mit zwei mitspielenden Stürmern ausgerichtet in den letzten Jahren.

Wird sich daran etwas ändern?

Hecking Das hängt von den Möglichkeiten ab, die wir haben. Wenn es sich nicht ergibt, werde ich wieder versuchen, aus den gegebenen Möglichkeiten das Beste rauszuholen.

Zuletzt haben Sie die Dreierkette ausgepackt – weil es die Personallage hergab. Gegen Hertha gab es später ein 4-4-2, dann ein 4-3-3. Hat die Mannschaft doch diese taktische Variabilität?

Hecking Ja, meine Mannschaft kann das. Natürlich ist das noch nicht alles gefestigt und das System mit der Dreierkette hat noch ein paar Kinderkrankheiten, die wir mitten in der Saison beheben müssen. Hin und wieder ist da ein Stellungsfehler zu viel drin oder wir geben Räume frei. Das sehen wir aber auch bei den Gegnern, weil es typische Problemzonen sind. Insgesamt ist es positiv, dass meine Mannschaft diese Systemwechsel drauf hat. Im 4-4-2 hat sie sich immer am wohlsten gefühlt, so dass man da ungern drangeht. Jetzt haben wir aber gesehen, dass sie neue Dinge schnell umsetzen kann.

Ist Geschwindigkeit auch ein Element, auf das Sie bei der Kaderplanung viel Wert legen werden?

Hecking Geschwindigkeit ist im Fußball immer entscheidend.

Wie viel Veränderung darf man bei Borussia überhaupt erwarten?

Hecking Zunächst einmal haben alle Spieler einen Vertrag bis mindestens 2019. Und noch einmal: Wäre der Kader über die gesamte Saison gesund gewesen, hätten wir einen richtig guten Kader gehabt und müssten uns vielleicht gar nicht so viele Gedanken machen. Nun gibt es aber Fragezeichen, was die Gesundheit des einen oder anderen Spielers angeht. Kann er noch abrufen, was nötig ist? Und was ist mit Spielern, die vielleicht über eine Veränderung nachdenken.

Was können Sie uns verraten über Ihre Wünsche?

Hecking Die Wunschliste des Trainers ist immer lang, aber dann kommt der Sportdirektor und sagt: Ich verstehe deine Wünsche, aber bitte verstehe auch meine Einwände (lacht). Den einen oder anderen Ansatz gibt es sicherlich, gerade auch, um es in Heimspielen etwas anders zu gestalten. Aber erstmal müssen die finanziellen Möglichkeiten da sein und dann geht es darum, welche Spielertypen wir dafür bekommen. Das kann und will ich nicht einschätzen, das weiß Max Eberl besser.

In der Offensive wird also eher etwas passieren als in der Defensive.

Hecking Wir müssen auch festhalten, was sich entwickelt hat. Ein Nico Elvedi ist für mich der Gewinner der Saison, er hat mein gutes Gefühl aus der Anfangszeit voll bestätigt. Wir sehen einen Jannik Vestergaard, dessen Entwicklung in die richtige Richtung geht. Einen Matthias Ginter, der immer mehr Verantwortung übernimmt. . Mit Denis Zakaria haben wir ein Juwel, mit Michael Cuisance ein weiteres. Thorgan Hazard hat trotz seiner Durststecke 16 Scorerpunkte, auch die fünf Elfmeter muss er erstmal machen. Natürlich muss vom einen oder anderen auch noch mehr kommen.

Nämlich?

Hecking Vince Grifo wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Laszlo Bénes konnte den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nicht vollenden, den er in der letzten Saison begonnen hatte. Ein Tobi Strobl hat in der Mannschaft ein enormes Gewicht und uns die komplette Saison gefehlt. Ein Jonas Hofmann bringt auch herausragende Qualitäten mit.

Was macht Sie zuversichtlich, dass Sie es aus ihm rauskitzeln zu können?

Hecking Ich versuche, ihm den Druck zu nehmen. Wenn ich sehe, mit welchem Tempo der in die Tiefe geht – manchmal verpuffen die Aktionen, weil der Mitspieler den Laufweg gar nicht sieht. Auf solche Dinge müssen wir noch mehr hinweisen, dass er das weiter umsetzt. Dann kann er einen großen Schritt machen.

Ohne Transfereinnahmen dürften keine großen Sprünge möglich sein.

Hecking Es gibt ja auch Spieler wie Michael Cuisance, der 250.000 Euro gekostet hat, für die U23 vorgesehen war und durchgestartet ist. Wenn wir für einen Spieler wie Denis Zakaria wiederum einen zweistelligen Millionenbetrag ausgeben, dann müssen wir uns als Borussia Mönchengladbach schon sehr sicher sein. Wie Bayern, Dortmund oder Leipzig können wir da nicht agieren. Das weiß jeder, nur manchmal muss man es ins Bewusstsein der Leute zurückholen.

Was erwarten Sie für ein Spiel in München? Die Bayern sind Meister, haben die Champions League gegen Sevilla in den Knochen und den Pokal in Leverkusen im Kopf.

Hecking Zuletzt in Augsburg, als sie mit einer veränderten Mannschaft gespielt haben, konnte man sehen, dass alle Spieler vor Selbstvertrauen strotzen. Wenn ein Süle, Rudy oder Tolisso spielt, gibt es vielleicht kleine Qualitätsverluste im Vergleich zu Boateng, Martínez oder Lewandowski. Wenn wir uns nur hinten reinstellen, werden sie uns trotzdem irgendwann auseinanderspielen. Deshalb müssen wir aus einer guten Kompaktheit immer wieder ins Umkehrspiel kommen. Und wenn sie unkonzentriert sind, geht die Tür für uns sicher einen Spalt weit auf.

Was erhoffen Sie sich noch vom Rest der Saison?

Hecking Wir wollen mit dieser Stabilität, die wir durch die Rückkehrer gewonnen haben, möglichst viele gute und erfolgreiche Spiele abliefern. Das ist unbestritten möglich mit dieser Mannschaft, und ich fordere auch von ihr ein, dass so eine Halbzeit wie gegen Berlin nicht vorkommt. Nachher hat mich ein Ordner, der unser Abschlusstraining gesehen hatte, gefragt: "Trainer, was war das denn? Ich habe doch das Tempo und den Zug im Training gesehen. Warum können die das 24 Stunden später nicht genauso?" Das ist eine gute Frage.

Karsten Kellermann und Jannik Sorgatz führten das Gespräch.

 
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