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Hecking vor dem Mainz-Spiel
"Die Flexibilität im Kader nutze ich auch aus"

Dieter Hecking – Borussias Trainer
Dieter Hecking – Borussias Trainer FOTO: dpa, jai
Mönchengladbach. Mit den jüngsten Auftritten seiner Mannschaft ist Dieter Hecking zufrieden. Die Verletztenliste ist immer noch lang, doch der Trainer von Borussia Mönchengladbach ist überzeugt, dass der Kader das auffangen kann. Von Karsten Kellermann

Kapitän Lars Stindl hatte die positive Bilanz der Borussen in den vergangenen Wochen schon gleich nach dem 3:1 bei 1899 Hoffenheim hervorgehoben. "Wir haben vier der letzten fünf Pflichtspiele gewonnen. Das ist eine gute Entwicklung", sagte Stindl, der wie sein Teamkollege Matthias Ginter zum Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele in England (10. November) und gegen Frankreich (14. November) gehört.

Seinem Trainer gefällt auch die spielerische Entwicklung des Gladbacher Teams. "Unsere vergangenen Auftritte waren spielerisch alle gut. Die Ausnahme war die zweite Halbzeit gegen Leverkusen. Generell hat die Mannschaft in den zurückliegenden Spielen aber eine gute Entwicklung genommen. Daran wollen wir auch morgen gegen Mainz anknüpfen, bei allem Respekt vor den Mainzern", sagte Dieter Hecking am Donnerstag im Rahmen der Pressekonferenz zum Spiel am Samstag.

Viereinhalb gute Halbzeiten also und zuletzt zwei Pflichtspielsiege in Serie - Borussia hat sich vom 1:5 gegen Leverkusen offenbar erholt. Gleichwohl werde es gegen die Mainzer kein Selbstläufer, weiß Hecking. "Wir werden wieder viel von dem brauchen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben: Spielfreude, Leistung und die Verantwortlichkeit, bei eigenem Ballbesitz auch defensiv zu denken. Denn wir wollen die Kontersituationen wie gegen Leverkusen und in Dortmund natürlich möglichst nicht mehr so oft sehen. Wenn diese Balance, wenn der Rhythmus in unserem Spiel stimmt, sind wir immer in der Lage, Chancen zu kreieren. Und wenn wir effizient und konsequent sind wie in Hoffenheim, haben wir morgen gute Chancen, zu gewinnen", sagte der Trainer.

Das Spiel gegen Hoffenheim ist die Blaupause für eine erfolgreiche Gestaltung weiterer Spiele. Dort war es auch die Rotation, die Erfolg brachte. Nun gegen Mainz wird es erneut Veränderungen in der Startelf geben – allein schon, weil Jonas Hofmann, der Ex-Mainzer, der in Sinsheim noch anfing, verletzt ist. Hecking will die Breite des Kaders auch künftig ausschöpfen. Die Erkenntnis, dass die Spieler, die reinkommen, leistungsbereit sind, hat er aus dem Kraichgau mitgebracht.

"In Hoffenheim haben wir Wechsel auf mehreren Positionen gehabt. Das zeigt mir, dass die Spieler bereit sind. Das ist das Allerwichtigste, auch weil wir leider immer noch eine Vielzahl von Ausfällen haben. Die Spieler, die parat sind, müssen im Moment dann ihre Leistung abrufen können. Das war gerade in Hoffenheim der Fall. Es sind Spieler neu in die Mannschaft gekommen oder haben auf anderen Positionen gespielt. Die Flexibilität, die Max Eberl mir durch die Kaderzusammenstellung an die Hand gegeben hat, nutze ich auch aus", sagte Hecking, der neben Hofmann auch auf Ibo Traoré und fünf weitere seit längerem verletzte Spieler verzichten muss: Raúl Bobadilla, Tobias Strobl, Lazslo Bénes, Josip Drmic und Mamadou Doucouré.

Mainz war lange Jahre ein komplizierter Gegner für Gladbach, zuletzt jedoch lief es gut gegen die 05er. In der vergangenen Saison wurden beide Spiele gewonnen, indes knapp mit 1:0 und 2:1. Von den letzten zwölf Spielen der beiden Klubs gegeneinander hat Gladbach nur zwei verloren. Der Trend spricht dafür, dass Borussia das 1:5 gegen Bayer auch daheim wettmacht mit dem dritten Pflichtspiel-Sieg in Serie. Mit einem erneuten Sieg und dann 20 Punkten könnten die Gladbacher mit dem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen, oben nicht nur dabei, sondern mitten drin zu sein.

 
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