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Borussia Mönchengladbach
Sow trifft doppelt, bleibt aber bescheiden

Borussia siegt deutlich in Kassel
Borussia siegt deutlich in Kassel FOTO: Dirk Päffgen
Kassel. Nein, dieser Djibril Sow ist kein Lautsprecher, ganz sicher nicht. In der Mixedzone des Kasseler Auestadions muss man jedenfalls ganz genau hinhören, was der junge Mann aus der Schweiz, der seit 2015 bei Borussia angestellt ist, zu sagen hat. Er spricht leise und ruhig, sehr unaufgeregt und überlegt. Von Karsten Kellermann

Auf dem Rasen indes hat er beim 6:1-Sieg beim Regionalligisten weit laute Signale von sich gegeben, die sagen: Trainer, hier bin ich, mich kannst du gebrauchen. Die Art und Weise, wie Sow nach den Pässen von Nico Elvedi und Raffael den Ball ins Tor schob, war verblüffend. So viel Coolness bei einem gerade 19-Jährigen ist beachtlich.

"Wenn man solche Pässe bekommt, ist es schon einfacher, Tore zu machen", sagt Sow. Zweimal zu treffen sei etwas Besonderes, zumal für einen jungen Spieler wie ihn, der sich präsentieren will. "Man braucht Geduld", weiß er. Die musste er in der vergangenen Saison haben. Damals war er gerade aus Zürich gekommen und machte die Vorbereitung bei den Profis mit. Sow hatte viele gute Szenen.

Doch eine Verletzung bremste ihn aus, der Schweizer fehlte drei Monate. "Das war nicht hilfreich. Aber ich bin gut zurückgekommen und versuche jetzt angreifen. Man weiß nie, wie es läuft, aber leicht wird es am Anfang sicher nicht. Wir haben einen tollen Kader und da mache ich mir erst mal nicht allzu große Hoffnungen", sagte er.

"Er hat viele Fähigkeiten: Eine unheimliche Dynamik in seinem Spiel, wenn er mit dem Ball am Fuß beschleunigt oder Läufe in die Tiefe macht. Er ist auch im Abschluss cool, das hat er gezeigt, aber es gibt noch einige Dinge, an denen er arbeiten muss,", sagte Trainer André Schubert über Sow. Trotz seiner Tore in Kassel und den anderen guten Vorstellungen, die er in der bisherigen Vorbereitung zeigte, bleibt dieser dann auch bescheiden. Djibril Sow ist halt kein Lautsprecher. Aber er hat das Zeug, die Gladbacher Fußballfreunde noch aufhorchen zu lassen.

Quelle: RP
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