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Borussia Mönchengladbach
Sow verkauft, Quartett startet vorab

Borussia Mönchengladbach: Djibril Sow verkauft, Quartett startet vorab
Djibril Sow nach seinem verschossenen Elfmeter. FOTO: ap, mm
Mönchengladbach. Nach nur zwei Jahren verlässt Djibril Sow die Borussia wieder. Borussia gibt den Schweizer an Young Boys Bern ab – und zwar endgültig. Von Karsten Kellermann

Wer weiß, was gewesen wäre, wenn Djibril Sow im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt seinen Elfmeter verwandelt hätte. Vielleicht hätte er dann aktiv dazu beigetragen, dass Borussia das Endspiel in Berlin erreicht hätte, man hätte die Nervenstärke des 20-Jährigen gelobt, seine Coolness. Doch er verschoss und Borussia verpasste das Finale. So war sein spektakulärster Auftritt als Gladbacher ein trauriger. Weitere wird es wohl nicht geben. Denn nun gab der Klub bekannt, dass Sow zu den Young Boys Bern in die Schweiz wechselt, nicht, wie erwartet, auf Leihbasis, sondern ganz und gar.

1,7 Millionen Euro kassiert Borussia für den Schweizer. Es ist ein Geben und Nehmen mit YB, das im vergangenen Jahr noch Gegner der Gladbacher in der Champions-League-Qualifikation war. Deren Mittelfeld-Motor Denis Zakaria wechselte kürzlich für zwölf Millionen Euro zu den Borussen, nun geht Sow den entgegengesetzten Weg und arbeitet künftig in der Hauptstadt der Schweiz.

2015 war er aus Zürich gekommen, doch so recht konnte sich der elegante Offensivmann nicht durchsetzen. Vor allem spielte er für das Regionalliga-Team (32 Spiele, sechs Tore, sieben Vorlagen). Für die Profis spielte er nur dreimal, dabei machte er mehr Pokal- als Ligaspiele: Im Pokal gegen Stuttgart und gegen Frankfurt sowie in der Bundesliga in Mainz. In Bern wagt er nun den Neustart.

Den haben derweil vier Borussen in Gladbach bereits hingelegt, indes nicht bei einem neuen Klub, sondern auf dem Trainingsplatz im Borussia-Park. Raffael, Tony Jantschke, Mamadou Doucoure und Marvin Schulz, die allesamt in der vergangenen Saison lange verletzt waren, stiegen am Montag mit Reha-Trainer Andy Bluhm vorzeitig ins Training ein.

"Ich bin wieder fit und das ist das Wichtigste. Ich war in der vergangenen Saison leider lange verletzt. Deswegen bin ich froh, jetzt wieder auf dem Platz stehen zu können. Ich hoffe, dass ich in der nächsten Saison fit bleibe und eine gute Saison spielen kann", sagte Raffael, der in der Rückrunde er vergangenen aufgrund einer Innenbanddehnung im Knie gefehlt hatte und erst in den letzten beiden Partien wieder spielen konnte. Gegen Darmstadt hatte er sogar ein Kopfballtor erzielt.

Gut 60 Minuten übten Raffael und die anderen die Frühstarter, Pass- und Torschussübungen sowie eine Art Fußballtennis standen an. "Es hat viel Spaß gemacht, mit Andy und den anderen Jungs wieder zu trainieren", sagte Raffael. Die anderen Borussen (exklusive der Nationalspieler) werden am Sonntag um 11 Uhr mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen.

 
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