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Borussia Mönchengladbach
Drei Fragezeichen zur Halbzeit der Sommerpause

Das ist Alvaro Dominguez
Das ist Alvaro Dominguez FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. In drei Wochen geht es für Borussias Profis wieder los. Mit Blick auf die Saison 2016/17 dominieren derzeit drei zentrale Fragestellungen. Von Stefan Klüttermann

Für diejenigen Profis von Borussia, die nicht an der am Freitag beginnenden EM beteiligt sind, ist heute gewissermaßen Bergfest. Ein imaginäres zwar, aber von den sechs Wochen Sommerpause zwischen dem Saisonfinale in Darmstadt und dem Trainingsauftakt am 27. Juni ist nun die Hälfte rum. Beide Daten - EM-Beginn und Trainingsbeginn - markieren dabei für die Verantwortlichen im Verein relevante Zeitpunkte, denn am liebsten, bevor die EM den Transferwahnsinn lostritt, und wenn nicht, dann aber dringend bis in drei Wochen wollen die Personalplaner die Arbeit in punkto Zugänge erledigt haben. Der Blick auf die aktuelle Situation rund um Borussias Kader fördert jedenfalls drei zentrale Fragezeichen zutage.

1. Wie verändert Granit Xhakas Weggang Borussias Spielstil? Darüber, was Borussia mit dem Schweizer als Spieler und als Typ verliert, ist an dieser Stelle viel geschrieben worden. Doch die Frage, wie das Spiel Borussias, das Xhaka mit seiner Art eben maßgeblich geprägt hatte, künftig aussehen wird, dürfte Borussia in den kommenden Wochen und Monaten weiter begleiten. Klar scheint: Egal, wer 2016/17 Mo Dahouds Nebenmann sein wird, auf Gladbachs Senkrechtstarter wird eine größere Last der Regieführung zukommen. Denn derjenige, der kommen wird - an der Rückkehr von Christoph Kramer wird eifrig gebastelt -, wird nicht im selben Maße wie Xhaka defensive Absicherung und offensive Impulse in seiner Person vereinen können.

Die Frage wird auch sein, wer zukünftig die langen Diagonalbälle ins Spiel einbaut, wo Xhaka und auch Havard Nordtveit sie ja künftig woanders schlagen werden. Als Stilmittel der schnellen Verlagerung sind sie eigentlich unverzichtbar, aber Dahouds Ding waren sie bisher eben nicht gerade.

2. Wie kehrt Alvaro Dominguez zurück? Die jüngsten Wasserstandsmeldungen über Borussias spanischen Innenverteidiger geben Anlass zur Hoffnung, dass er nach seinen ewigen Rückenproblemen mit der OP im November vielleicht doch schon wieder ab Vorbereitungsbeginn ein hundertprozentiger Bestandteil in der Planungen von Trainer André Schubert sein kann. In enger Absprache mit Reha-Trainer Andy Bluhm arbeitet Dominguez ehrgeizig an seinem Comeback. Allerdings steht über allem Mühen natürlich auch der Fakt, dass dem 27-Jährigen seit nunmehr sieben Monaten die Spielpraxis fehlt. Unabhängig vom erwarteten Kauf von Bremens Jannik Vestergaard wäre Dominguez' Rückmeldung als Startelf-Kandidat immens wichtig. Als Beleg dafür reicht ein Blick auf die Spiele im Herbst, in denen er mit Andreas Christensen die Innenverteidigung gebildet hatte.

3. Kann André Schubert alle im Kader bei Laune halten? In der vergangenen Saison war lange nicht viel mit Rotation bei Borussia, weil erst viele verletzt waren, als es noch die Dreifachbelastung gab, und dann nur noch die Bundesliga anstand, als schließlich das Gros der Personals wieder zur Verfügung stand. Für den Trainer wird ab August also in jedem Fall eine neue Aufgabe darin bestehen, auch die, die zuletzt hinten dran standen und das nicht gewöhnt waren (Patrick Herrmann, Tony Jantschke, Julian Korb) über eine passende Rotation mit ausreichend Spielpraxis zu versehen und so das nicht zu unterschätzende Binnenklima konstant hochzuhalten.

Quelle: RP
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