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Borussia Mönchengladbach
Auch Eberl stärkt Schubert den Rücken

Borussia Mönchengladbach: Eberl findet Diskussion um Schubert "pervers"
Max Eberl und André Schubert auf dessen erster Pressekonferenz im September 2015. FOTO: dpa, mb
Mönchengladbach. Die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach haben sich vor dem Derby gegen den 1. FC Köln deutlich hinter Trainer André Schubert gestellt.

Sportdirektor Max Eberl hat kein Verständnis für die Diskussion. "Es ist schon pervers, wenn wir darüber reden, ob ein Trainer entlassen werden könnte, der einen Klub in zehn Monaten vom letzten Platz in die Champions League geführt hat", sagte Eberl der Sport Bild: "Das ist eine Schnelllebigkeit des Geschäfts, die ich für sehr gefährlich halte." 

Die Gladbacher haben in der Liga seit fünf Spielen kein Tor erzielt und in dieser Zeit nur zwei Punkte geholt. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) kommt es für den Tabellenelften zum wegweisenden Derby gegen Köln. Schubert muss sich laut Eberl keine Sorgen um seinen Job machen. "Was ist dann mit dem nächsten Trainer, der nicht gleich mit fünf Siegen startet wie Schubert, sondern nur mit einem – muss ich den dann auch gleich wieder rauswerfen?", fragte der 43-Jährige. 2008 wurde Jos Luhukay nach einem 1:2 gegen Köln entlassen, 2015 ging Lucien Favre nach einem 0:1 freiwillig.

Natürlich müsse aber jeder seine Leistung bringen, betonte Eberl, "auch der Trainer. Aber wir stehen auch im Achtelfinale des DFB-Pokals und sind in der Champions League auf Platz drei. Das wird gerne vergessen". 

Vizepräsident Rainer Bonhof hatte sich im Interview mit unserer Redaktion ebenfalls hinter Schubert gestellt. "Es gibt immer Situationen, in denen Leute mit gewissen Dingen nicht einverstanden sind und das auch kundtun", sagte der Weltmeister von 1974. "Wenn es läuft, kommt da nichts. Aber entscheidend ist: Wir wissen, woran wir sind und was wir haben. Darum sind solche Diskussionen für uns kein Thema."

(jaso/sid)
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