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Mittelfeldspieler überzeugt im Testspiel
Effektiver Grifo empfiehlt sich bei Borussia

Borussia Mönchengladbach: Effektiver Vincenzo Grifo empfiehlt sich
Der Blick für den freien Mann: Borussias Vincenzo Grifo war an allen drei Treffern gestern Nachmittag im Test beim FSV Mainz 05 beteiligt, das dritte Tor schoss er selbst. Jean-Philippe Gbamin (re.) kann ihn nicht stellen. FOTO: Verheyen/Borussia
Mainz. Borussias Vincenzo Grifo steuert zum 3:0 im Testspiel in Mainz ein Tor, einen Assist und einen Assist-Assist bei. Damit verschärft er den Konkurrenzkampf im Mittelfeld der Gladbacher. Von Karsten Kellermann

Vincenzo Grifo hat sich in Mainz peu à peu gesteigert. Erst spielte er den Pass auf Oscar Wendt, der dann Lars Stindl das 1:0 auflegte. Danach bereitete Grifo das 2:0 von Denis Zakaria direkt vor. Und er besorgte den 3:0-Endstand beim FSV Mainz 05 selbst. Damit war er, was die Effektivität anging, der Mann des Tages im ersten und einzigen Testspiel der Borussen der Rückrundenvorbereitung. Was passiert wäre, hätte ihn Trainer Dieter Hecking nicht nach 72 Minuten ausgewechselt? "Ich weiß es nicht", sagte Grifo am Ende des für ihn sehr erfolgreichen Arbeitstages mit einem zufriedenen Grinsen.

Borussia hat in Mainz, bei einem Gegner, der ähnlich spielt wie der 1. FC Köln, bei dem am Sonntag die Rückrunde beginnt, sehr ordentlich gespielt und verdient gewonnen. Und Grifo, der mit Patrick Herrmann eine sehr engagierte und spielfreudige Flügelzange bildete, empfahl sich für das Derby. "Ich habe ihn gebracht, damit er sich zeigen kann. Darum tun das Tor und die Vorlage Vince natürlich gut", sagte Trainer Dieter Hecking.

Grifo, der einer ist, der die pure Freude am Fußball lebt, war mit sich und der Welt zufrieden an diesem kalten Abend in Mainz. "Es freut mich, so in das Jahr 2018 zu starten. Es macht tierisch Spaß, auf dem Platz zu stehen, Tore zu schießen und vorzubereiten. Davon lebt man als Offensivspieler. Dass ich das so zeigen konnte und dass wir gewonnen haben, ist umso schöner", sagte Grifo. Sein allgemeiner Zustand könnte nicht besser sein: "Mir geht es gut, es passt alles", sagte er.

Seine Effektivität sollte vorbildlich sein für die Rückrunde. Wie es ausschaut, wenn man im Spiel nach vorn zu kompliziert rumwerkelt, machten die Mainzer vor. Borussia ließ ihnen zuweilen zu viel Raum, was dem Gegner dann Auftrieb gab - das sollte in Köln nicht passieren. Ansonsten aber stand die Defensive gut, die Sechser Christoph Kramer und Zakaria spielten umsichtig und sicher, und vorn sind die Borussen einfach richtig gut bestückt.

Herrmann hatte zweimal Pech, als er es aus dem Hintergrund versuchte, seine Schüsse wurden abgeblockt. "Beide wären drin gewesen", vermutete er. Sein Engagement jedoch und auch seine Derby-Erfahrung dürften Argumente für ihn sein. Herrmann gehörte Ende des vergangenen Jahres zur Startelf - doch er weiß, dass es keine Garantien gibt. "Vince, Jonas Hofmann, Josip Drmic und auch Raffael, der ab Mittwoch wieder voll trainieren kann, scharren mit den Hufen und wollen ins Team. Das erhöht den Konkurrenzkampf", sagte Hecking.

Thorgan Hazard dürfte, wenn Raffael zurück ist, auf dem Flügel gesetzt sein, um den anderen Platz balgen sich Hofmann, Herrmann und Grifo. Fehlt Raffael, dürfte Hazard ins Zentrum rücken - es sei denn, Michael Cuisance bekommt den Zuschlag. Man darf schon von einem Luxusproblem sprechen, das Hecking hat. "Der Konkurrenzkampf gehört zum Fußball dazu. Und er ist für jeden Spieler ein Ansporn", sagte Grifo. Dass er, der vor Emotionen nur so strotzt, gerade in ein Derby reinpassen würde, kann man sich vorstellen. "Das Hinspiel habe ich verpasst, weil ich verletzt war. Deswegen würde ich mich umso mehr freuen, wenn ich dabei wäre", sagte er. Gleiches werden indes die Kollegen Konkurrenten denken.

Quelle: RP
 
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