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Borussia-Notencheck
Die User-Euphorie nach dem Sieg gegen Bayern

Borussia - Bayern: Einzelkritik
Borussia - Bayern: Einzelkritik FOTO: afp
Mönchengladbach. Die Noten der User zum 2:1-Sieg gegen den FC Bayern haben für ein Novum in dieser Saison gesorgt. So groß war die Diskrepanz zwischen Usern und Redaktion - vor allem in diese Richtung - bislang noch nie gewesen. Von Jannik Sorgatz

Diesmal bewerteten die User im Schnitt um 0,58 besser, nach dem ernüchternden 0:1 gegen Eintracht Frankfurt um 0,56 schlechter. Mit einem Schnitt von 2,39 bescheinigten sie den Borussen gegen Bayern darüber hinaus die beste Leistung seit dem Derby gegen den 1. FC Köln am 1. Spieltag.

Die euphorisierte Sichtweise sorgt dafür, dass nur ein Gladbacher seine Note behielt: Thorgan Hazard, der - da herrschte wieder Einigkeit - der beste Borusse am Samstag war. Er bekam jeweils eine 2+. Seine genaue Note, eine 1,6, ist außerdem einer der besten der bisherigen Saison.

Abgestuft wurde kein Spieler, für die anderen elf Bewerteten ging es mindestens eine Notenstufe nach oben. Oscar Wendt erhielt so eine 3+ statt einer 3, womit beiderseits die Leistungssteigerung des Schweden honoriert wurde. Patrick Herrmann überzeugte beim ersten Startelf-Einsatz seit September mit seiner Laufleistung und seinem Einsatz, 3 statt 3-. Für Denis Zakaria ging es hoch von einer 3+ auf eine 2-, für Raffael von einer 3 auf eine 3+.

Dann wurden die Unterschiede größer. Nico Elvedi meisterte das Einrücken von rechts hinten in die Innenverteidigung und setzte sich mehrmals stark gegen Robert Lewandowski durch - hoch von einer 3+ auf eine 2. Matthias Ginter erhielt von den Usern sogar eine 2+ (vorher 2-) und Lars Stindl eine 2 (vorher 3+).

Ein Quartett wurde jeweils um eine ganze Note aufgewertet. Bei Yann Sommer rückten die User seine sechs abgewehrten Schüsse in den Fokus, nicht den einen, den er etwas zu leicht passieren ließ - 2- statt 3-. Für Jannik Vestergaard gab es dank seiner resoluten Arbeit in der Abwehr (die auch vor Kollege Christoph Kramer nicht Halt machte) eine 3 statt einer 2. Tony Jantschke knackte knapp die 30-Minuten-Marke und wurde mit einer 3 (vorher 4) sehr ordentlich bewertet.

Erneut schwächster Borusse, berücksichtigt man die Nachkommastellen, war Fabian Johnson (wie Jantschke 3 statt 4). Doch eine 3,08 von den Usern darf fast schon als versöhnliche Geste bezeichnet werden, nachdem er zuvor stets sehr kritisch gesehen wurde.

Gladbach-Fan Michael Karbach wertet nach jedem Spiel alle Noten aus, die die Borussen bekommen haben. Er fand raus, dass unsere User bis auf Johnson diesmal stets die beste verteilten.

 
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