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Borussia Mönchengladbach
Kainz kommt frühestens im Sommer – Knoche darf nicht kommen

Die Verträge der Borussia-Spieler
Die Verträge der Borussia-Spieler FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. In Wien findet am Donnerstag ein Treffen statt, das auch für Borussias Transferplanung interessant sein dürfte. Rapid Wiens Sportdirektor Andreas Müller hat seinem Shootingstar Florian Kainz versprochen, mit ihm ein Gespräch über seine Zukunft zu führen. Der 23-jährige Linksaußen, der im November in Österreichs Nationalmannschaft debütierte, steht bei Gladbach auf dem Zettel.  Von Jannik Sorgatz

Einem Wechsel in der Winterpause hat Müller bereits einen Riegel vorgeschoben, er lobt aber seinen VfL-Kollegen: "Max Eberl ist als Manager so seriös, dass er zuerst mich fragt, ob wir auch über einen Januar-Transfer reden könnten. Ursprünglich gab es für Kainz ja nur das Angebot für den Sommer", sagte Müller dem "Kurier". Zu Verhandlungen sei es aber nicht gekommen: "Bevor noch irgendeine Zahl gefallen ist, hab' ich abgesagt."

Kainz, der mit fünf Toren und elf Vorlagen in 19 Ligaspielen auf sich aufmerksam gemacht hat, spielt als Rechtsfuß auf der linken Außenbahn, ist sozusagen ein "umgekehrter Traoré". Ihm winkt eine EM-Teilnahme im Sommer. Bevor Kainz beim Turnier in Frankreich ins Schaufenster gestellt wird und finanzkräftigere Vereine auf den Plan ruft, könnte die Borussia ein naheliegendes Interesse haben, frühzeitig alles fix zu machen. Realistisch wäre dann eine Ablösesumme von drei bis vier Millionen Euro, da der Vertrag des gebürtigen Grazers 2017 ausläuft.

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Kommt Kainz nach Gladbach, erscheint eine weitere Personalie, die der "Kicker" am Donnerstag vermeldet, nicht ganz unwahrscheinlich. Demnach soll Hertha BSC ein Auge auf André Hahn geworfen haben. Wie der 25-Jährige sich nach seiner Verletzung entwickelt, ist ungewiss. Sein Vertrag läuft bis 2018 und auf den Flügeln bahnt sich nach der Verpflichtung von Jonas Hofmann ein Überangebot bei der Borussia an, sollte kein Spieler im Sommer den Klub verlassen.

Zwar kann Hahn auch im Zentrum spielen, hat dort bislang aber nicht überzeugt. Da er 2014 für nur gut zwei Millionen Euro vom FC Augsburg kam, könnte Gladbach mit einem Verkauf Gewinn machen. Bislang ist die Personalie jedoch lediglich ein Gedankenspiel, wenn auch kein utopisches.

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Vorerst zerschlagen hat sich dagegen ein Wechsel von Wolfsburgs Robin Knoche an den Niederrhein. "Das haben die Vereine unter sich geregelt. Klaus Allofs hat nein gesagt, das akzeptiere ich. Das Thema ist vom Tisch", sagte der 23-Jährige dem "Kicker". Knoche ist bei den "Wölfen" unzufrieden. Nach einer Verletzung saß er zuletzt nur auf der Bank, kam nicht an Dante oder Timm Klose vorbei. Sollte sich daran nichts ändern, dürfte ein Weggang im Sommer wieder ein Thema werden – fraglich wäre nur, ob Gladbach dann nicht schon eine andere Lösung gefunden hat. Zumal Knoche ziemlich festgelegt ist auf die Innenverteidiger-Position. Nur in seinen Anfangstagen als Profi sammelte er Erfahrung vor der Abwehr.

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