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Borussia Mönchengladbach
Für diese elf wird die Saison ein Wegweiser

Die Verträge der Borussia-Spieler
Die Verträge der Borussia-Spieler FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Aus ganz persönlichen Gründen müssen manche Borussen der neuen Spielzeit dringend ihren Stempel aufdrücken. Von Stefan Klüttermann

Wenn das Gros von Borussias Profis heute und morgen mit den sportmedizinischen Tests hinter verschlossenen Türen in die Spielzeit 2016/17 startet, dann sind unter ihnen etliche dabei, die aus den unterschiedlichsten Gründen dieser Saison ihren persönlichen Stempel aufdrücken müssen - sei es aus einer generellen Erwartungshaltung heraus, sei es aus der Notwendigkeit heraus, die Laufbahn in die ein oder andere Richtung zu lenken, oder sei es, um zu zeigen, dass sie es besser können, als sie es zuletzt zeigen konnten oder durften.

Christoph Kramer Bei seiner zweiten Dienstzeit in Gladbach will und muss Kramer maßgeblich Verantwortung übernehmen. Als anderer Typ und mit anderer Spielart soll er die Lücke von Granit Xhaka füllen und mit Nebenmann Mo Dahoud ähnlich gut harmonieren. Ganz nebenbei liegt seine Motivation natürlich auch darin, zu zeigen, dass er es in leitender Stellung besser kann, als im Gesamteindruck der Vorsaison in Leverkusen - nicht zuletzt, um auch noch einmal ins Nationalteam zurückzukehren.

Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach FOTO: afp, PST

Lars Stindl Der Neuzugang aus dem Vorsommer hatte zwar eine gute Saison als mitspielender Stürmer, aber in einer über den Sommer noch einmal verjüngten Mannschaft wird er sich der Verantwortung nicht länger entziehen können, auf dem Platz auch gerade dann voranzugehen, wenn es einmal nicht läuft.

Alvaro Dominguez Der lange verletzte Spanier brennt darauf, endlich wieder Fußball zu spielen. Diese Motivation trägt ihn schon seit Monaten. Gepaart mit der Aussicht, als fittes Kadermitglied zentraler Baustein der Defensive zu sein, und mit dem Willen, Borussia für ihre Geduld während der Verletzungspause etwas zurückzuzahlen, wird man den Spanier im Zweifelsfall wohl eher bremsen müssen.

Borussia-Zeugnis: Christensen war 2015/16 der Beste FOTO: dpa, jgu kno

Mo Dahoud Im Vorjahr war er der Shooting-Star. Nun ist Dahoud der, den alle Gegner als Fixpunkt in Gladbach auf dem Schirm haben, um den es millionenschwere Transfergerüchte gibt, und der die Leistungen aus 2015/16 bestätigen will. Nicht gerade wenig Druck und Rummel für einen 20-Jährigen.

Andreas Christensen Borussias Spieler der Saison wird genauso gut und unglaublich für sein Alter weiterspielen, daran hat niemand Zweifel. Doch wie sehr ihn seine Zukunft ab kommendem Sommer - zurück nach Chelsea oder Verbleib als Rekordtransfer in Gladbach - beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Rangliste: Aus diesen Ländern kamen die meisten Borussia-Spieler FOTO: dpa, Peter Steffen

Thorgan Hazard In Sachen Cleverness, Robustheit und Defensivarbeit war die Rückserie ein maßgeblicher Schritt nach vorne, nun kann es für den talentierten Belgier nur ein Ziel geben: Konstanz.

Tony Jantschke Zum ersten Mal seit Jahren geht Jantschke auf dem Papier nicht als Platzhirsch, sondern als Herausforderer auf einen Platz in der Startelf in eine Saison. Zudem bleibt spannend, wo Jantschke die größten Chancen besitzt, hereinzurutschen.

Nico Schulz Nach fast einer kompletten Saison Verletzungspause geht es für den Ex-Berliner schlichtweg darum, die Profikarriere auf Borussias Level neu zu starten.

Patrick Herrmann Die Jokerrolle nach langer Verletzung wird ihm nicht länger genug sein. Die Saison steht für ihn unter dem Motto: "Zurück zu alter Stärke".

Jonas Hofmann Eine Halbserie Eingewöhnung hat ihm der Verein zugestanden, ab sofort muss der Winterzugang mit Leistung zurückzahlen.

Jannik Vestergaard Für den Ex-Bremer wird der größte Schritt sein, sein Spiel an das qualitativ hochwertige Aufbauspiel in Gladbach zu adaptieren.

Quelle: RP
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