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Borussia Mönchengladbach
Für Toptalente ändert sich nichts

Fotos: Borussias U23 verliert Aufstiegsspiel gegen Bremen
Fotos: Borussias U23 verliert Aufstiegsspiel gegen Bremen FOTO: Dirk Päffgen
Meinung | Mönchengladbach. Natürlich lässt sich trefflich zetern, warum der DFB seine fünf Regionalligameister nicht direkt aufsteigen lässt und somit einen Grundgedanken des organisierten Wettkampfsports außer Kraft setzt, aber solange sich der Verband nicht von Argumenten für eine Änderung der Aufstiegsregelung überzeugen lässt, bleibt das Hadern der Play-off-Unterlegenen zwar nachvollziehbar, aber eben auch müßig. Von Stefan Klüttermann

Mit Blick auf Borussias gilt es dann auch viel mehr, den nun amtlichen Verbleib in der vierthöchsten Spielklasse nüchtern einzuordnen. Mit dem Sprung in Liga drei wäre Gladbach in einen elitären Kreis aufgestiegen, denn nur der VfB Stuttgart und Mainz 05 (und nun auch Bremen) können 2015/16 als Bundesligist eine Zweitvertretung auf Drittliganiveau vorweisen. Für die eigenen Talente wäre die wöchentliche Bewährung auf einem solchen Niveau eine Steigerung der eigenen Ausbildung gewesen. Doch zeigt die Erfahrung anderer Reserve-Teams, das es nur mit Talenten schwer ist, diese Dritte Liga zu halten. Das mussten selbst die Bayern feststellen, und der BVB II als Absteiger erst vor kurzem. Borussia hätte also Geld in die Hand nehmen müssen, für die Mannschaft, für Infrastruktur. Dass man bereit war, dieses zu tun, spricht für den Verein.

Doch auch so erleidet die Nachwuchsausbildung in Gladbach keinen Rückschlag. Die Talente, die (gehobenes) Bundesliganiveau nachweisen wollen, müssen sich eh eher früher als später bei den Profis durchsetzen. Und wem das nicht gelingt, der sucht sein Glück eh irgendwann woanders als in der eigenen Reserve.

Quelle: RP
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