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Borussia Mönchengladbach
Die Köln-Leistung in Augsburg klonen

Borussia Mönchengladbach: Geht Timothée Kolodziejczak noch?
Eine Szene aus dem Training bei Borussia in dieser Woche. FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Was sollte Dieter Hecking auch anderes sagen? Als Quintessenz der Pressekonferenz am Donnerstag lässt sich mitnehmen: Borussias Trainer hätte nichts dagegen, wenn seine Mannschaft am Samstag beim FC Augsburg exakt so spielt wie gegen den 1. FC Köln, inklusive des Ergebnisses von 1:0. Von Jannik Sorgatz

"Wir sind gut drauf. Das Selbstvertrauen, das wir uns erarbeitet haben, müssen wir mitnehmen", sagte Hecking. Dass Augsburg Gladbachs Auswärts-Angstgegner ist, lässt den 52-Jährigen kalt. "Ich war mit Borussia noch nicht in Augsburg, mit anderen Mannschaften habe ich da schon gewonnen. Deshalb interessiert das mich eher weniger. Natürlich kann es sein, dass wir auch diesmal nicht gewinnen, aber dann liegt es nicht an den vergangenen Jahren", sagte er. Den siebten Anlauf unternimmt Borussia, mehr Anläufe für den ersten Auswärtssieg in der Bundesliga waren nur gegen Nürnberg und die Bayern nötig – nicht dass es am Bundesland liegt.

Wer genau im Kader stehen wird, ist noch recht offen. Schließlich steht am Freitag noch eine Einheit in der Heimat an. Fabian Johnson sollte bereits am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. "Wenn er richtig mitmachen kann, ist er auch eine Option für den Kader. 'Kolo' soll nochmal individuell trainieren. Defensiv sind wir momentan etwas mit heißer Nadel gestrickt", sagte Hecking, der auf jeden Fall auf Josip Drmic, Mamadou Doucouré, Tony Jantschke, Tobias Strobl und Vincenzo Grifo verzichten muss.

Eine Woche vor dem Ende der Transferperiode ist derweil noch nicht absehbar, ob Timothée Kolodziejczak danach noch im Verein sein wird. Max Eberl wiederholte seine Devise: "Es muss für beide Seiten passen." Insgesamt hatte es den Anschein, als sei für Borussia noch kein finanziell passendes Angebot dabei gewesen. Verlässt "Kolo" den Klub, geht er mit 99 Einsatzminuten in einem halben Jahr sicherlich als einer der größten Fehleinkäufe in die Borussia-Historie ein.

Raúl Bobadilla dürfte die Bilanz schnell übertreffen, auch wenn er am Samstag in Augsburg nur zuschauen wird. "Die Alternative wäre gewesen, den Transfer erst nächsten Montag zu machen. Das war es mir dann nicht wert. Wir haben das mit Stefan Reuter (Augsburgs Sportdirektor, Anm. d. Red.) ganz offen besprochen. Augsburg ist das einzige Spiel, in dem er nicht mitmachen kann", erklärte Max Eberl noch einmal den Deal mit dem FCA.

 
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