| 21.30 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Raffael sorgt für Sieg bei Stindls Premiere in Chemnitz

Stindls Premiere als Kapitän in Chemnitz
Stindls Premiere als Kapitän in Chemnitz FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hat den Test beim Chemnitzer FC dank eines späten Tores von Raffael 1:0 gewonnen. Der Brasilianer traf in der Nachspielzeit. Von Jannik Sorgatz

Seine Pflichtspielpremiere hatte das neue Schmuckkästchen des Chemnitzer FC bereits am Wochenende erlebt. Zum Auftakt der Drittligasaison gab es ein 0:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach.

Die offizielle Eröffnung der community4you-Arena (sic!) wollte der DDR-Meister von 1967 jedoch etwas feierlicher gestalten: Also lud Chemnitz neben Vereinslegenden und Schlagerstars einen Europapokal-Teilnehmer ein, der mit seinem Vizepräsidenten Hans Meyer kam, der die Sachsen vor und nach der Wende fünf Jahre trainierte. Die Borussia erwies sich vor knapp 15.000 Zuschauern im beinahe ausverkauften Stadion als halbwegs höflicher Gast: 90 Minuten lang blieb die Partie torlos, dann schoss Raffael den VfL in der Nachspielzeit doch noch zum Sieg.

André Schubert hatte angekündigt, dass eine Mannschaft rund 60 Minuten und eine andere den Rest absolvieren sollte. Im Tor ersetzte Tobias Sippel den verletzten Yann Sommer, davor verteidigte eine Dreierkette um Jannik Vestergaard, Rückkehrer Andreas Christensen und Julian Korb. Christoph Kramer und Mo Dahoud bildeten die Doppelsechs, auf den Flügeln spielten Nico Schulz links und Ibrahima Traoré rechts. Vorne begannen der neue Kapitän Lars Stindl sowie die bisherigen Torschützenkönige der Vorbereitung, Thorgan Hazard und André Hahn.

Tobias Sippel segelt einmal vorbei

Die erste Chance des ersten Durchgangs sollte gleich die beste sein. Traoré dribbelte sich in der zehnten Minute durch und bediente Schulz, dessen Schuss an Chemnitz-Keeper Kevin Tittel hängenblieb. Hahns Nachschuss wurde an den rechten Pfosten abgefälscht. Wie zu erwarten war, machte die Borussia permanent das Spiel, kreierte aber meist nur Halbchancen.

In der 37. hätte Elfmeter geben müssen für die Gäste vom Niederrhein. Alexander Bittroff schubste Hahn in Torhüter Tittel hinein. Doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Im Gegenzug hatte Chemnitz eine gute Möglichkeit. Kevin Conrad köpfte eine Freistoßflanke über das Tor, nachdem Sippel zu spät gekommen war. Vor der Pause setzte Hahn noch ein Ausrufezeichen: Doch sein Kopfball nach einer Hereingabe Traorés hoppelte rechts am Pfosten vorbei.

André Schubert wechselt zehn Mal

Chemnitz kam besser aus der Kabine gegen eine unveränderte Fohlenelf. Daniel Frahn rutschte in der 52. Minute knapp am Ball vorbei. Direkt danach lupfte Florian Hansch knapp über die Latte. Interessant wurde es erst wieder nach gut einer Stunde, als Schubert fast komplett durchwechselte. Fortan spielte die Borussia in dieser 3-4-3-Formation: Sippel - van den Berg, Jantschke, Elvedi - Johnson, Hofmann, Strobl, Wendt - Sow, Raffael, Herrmann.

Für das erste kleine Highlight der Restspielzeit sorgte die "28-Minuten-Mannschaft" in der 74. Minute: Oscar Wendt spielte einen doppelten Doppelpass mit Jonas Hofmann und Djibril Sow, blieb dann aber an zwei Gegnern hängen. Aus 17 Metern probierte es Raffael, der erst einen Chemnitzer aussteigen ließ und den Ball dann unkonventionell mit der Pike verarbeitete. 

Dem Tor noch näher kam Raffael kurz vor dem Abpfiff, als sein gefühlvoller Freistoß an den linken Innenpfosten ging. Gino van den Bergs Nachschuss klärte ein Chemnitzer von der Linie. Aus "drüber" und "nah dran" wurde schließlich "drin": Sow bediente Raffael, der den Ball technisch hochwertig ins lange Eck schoss.

Borussia: Sippel – Korb (62. van den Berg), Christensen (62. Jantschke), Vestergaard (62. Elvedi) - Traoré (62. Johnson), Kramer (62. Hofmann), Dahoud (62. Strobl), N. Schulz (62. Wendt) – Hazard (62. Sow), Stindl (62. Raffael), Hahn (62. Herrmann).

Tor: 0:1 Raffael (90.+1)

 

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