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Borussia Mönchengladbach
Schubert gibt Xhaka und Dahoud eine Einsatzgarantie

Übersicht: Entstehung der Borussia-Tore in der Saison 2015/16
Übersicht: Entstehung der Borussia-Tore in der Saison 2015/16
Mönchengladbach. Man müsste sich noch einmal alle Pressekonferenzen anschauen, die André Schubert seit dem 21. September 2015 gegeben hat. Dass er davon sprach, die "Qual der Wahl" zu haben, dürfte jedoch selten bis nie vorgekommen sein, seit der 44-Jährige das Sagen als Trainer hat. Von Jannik Sorgatz

Diese Woche lässt die Verantwortlichen bei der Borussia sogar hoffen, dass die Wahl bald noch quälender wird. Patrick Herrmann trainiert seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft, die Reise nach Hamburg käme für den jetzt 25-Jährigen allerdings viel zu früh. "Noch macht er nicht alles zu 100 Prozent mit. Aber er ist an einem Punkt, an dem er es auch für den Kopf braucht, mit der Mannschaft im Training auf dem Platz zu stehen", sagte Schubert auf der Pressekonferenz am Freitag. "Wir freuen uns, dass wir ihm zu seinem Geburtstag dieses Geschenk machen konnten."

Fünf Langzeitverletzte fehlen also noch, im Umkehrschluss wird Schubert aus 21 Spielern seinen 18er-Kader zusammenstellen, falls Martin Stranzl (Wade) und Nico Elvedi (Grippe) nicht ausfallen. Eine Entscheidung steht bei beiden noch aus.

Besonders im defensiven Mittelfeld herrscht regelrechtes Gedränge, nachdem Havard Nordtveit im Spiel gegen Mainz 05 vor zwei Wochen noch der einzige einsatzfähige Spieler auf dieser Position gewesen war. Schubert legte sich jedoch deutlich fest, wie die Doppelsechs beim HSV aussehen wird. Immerhin hat Granit Xhaka seine Rotsperre abgesessen. "Granit wird spielen. Ich freue mich, dass er zurück ist und hoffe, dass er nächste Woche nicht gleich wieder weg ist", sagte Schubert. "Er hat ja vier Gelbe Karten."

Neben ihm werde Mahmoud Dahoud auflaufen, womit sich die Frage stellt, was dann mit Nordtveit passiert. Der Norweger führte die Mannschaft in drei Spielen als Kapitän auf den Platz, ist der einzige Spieler der Liga mit drei Weitschusstoren und hat seinen persönlichen Saison-Bestwert mit insgesamt vier Treffern bereits verdoppelt. "Für Havard Nordtveit in dieser Verfassung wird immer Platz sein", sagte Schubert und lobte den 25-Jährigen als Führungspersönlichkeit.

Rückt Nordtveit in die Viererkette?

Möglicherweise findet Nordtveit hinten rechts in der Viererkette seinen Platz. Gegen Bremen hatte Schubert auf den angeschlagenen Julian Korb verzichtet und Elvedi gebracht. Der wiederum musste diese Woche aufgrund eines grippalen Infekts kürzertreten. Dreimal – gegen Hertha, Juventus Turin und Ingolstadt – lief Nordtveit schon als Rechtsverteidiger auf und wusste zu überzeugen. In Berlin gelang ihm sogar ein Tor von dieser Position. Eine weitere Option ist die Innenverteidigung, dann müsste allerdings Martin Hinteregger Platz machen, der Spielpraxis momentan besonders nötig hat.

Das mit der "Qual der Wahl" gilt auch für die Flügel. Fabian Johnson galt bislang als gesetzt, gegen Bremen durfte Thorgan Hazard mal rechts ran, Ibrahima Traoré erhielt am Freitag Lob von Schubert, der eine vierte Option erwähnte: "Auch Jonas Hofmann ist richtig gut dabei." 

Erneut ging Schubert darauf ein, dass seiner Mannschaft noch zum Rückrundenstart "die körperliche und geistige Frische" gefehlt habe. "Gegen Mainz haben wir das von der Anlage her schon ganz gut gemacht. Und vor dem Bremen-Spiel war die Körpersprache dann da, eine ganz andere Lockerheit. Das waren die letzten fünf Prozent, die wir brauchen. Das zieht sich auch jetzt durch die Trainingseinheiten", sagte er über die vergangenen Tage.

Um einen Akteur muss sich Schubert zwar immer noch Gedanken machen, im Hinblick auf Sonntag allerdings auf umgekehrte Weise: Dann gibt es das schnelle Wiedersehen mit Josip Drmic, der Medienberichten zufolge beim HSV im Sturmzentrum auflaufen dürfte. "Es wäre ja traurig, wenn unser Wohl und Wehe davon abhängt, dass irgendein Spieler gegen uns erfolgreich ist", sagte Schubert. "Natürlich ist das aber eine schöne Geschichte. Aber wir müssen so gut sein, dass wir trotzdem gewinnen."

Dann wäre der Fehlstart mit den beiden Niederlagen gegen Dortmund und Mainz vorerst vergessen.

 

 

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